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1. Grand-Slam-Sieg Bann gebrochen: Zverev gewinnt die French Open

  • Im 41. Anlauf hat es geklappt: Alexander Zverev triumphiert bei den French Open und gewinnt damit sein erstes Grand-Slam-Turnier.
  • Im Final in Paris besiegt die Weltnummer 3 den Italiener Flavio Cobolli (ATP 14) mit 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 (5:7), 6:1.
  • Zverev ist damit der erste Major-Sieger seit den US Open 2023, der nicht Jannik Sinner oder Carlos Alcaraz heisst.

Alexander Zverev hat es nach etlichen Versuchen geschafft und darf sich fortan Grand-Slam-Champion nennen. In seinem vierten Major-Endspiel ging der 29-Jährige erstmals als Sieger hervor. In einem spannenden, aber nicht immer hochklassigen Final setzte sich Zverev nach über vier Stunden mit 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 (5:7), 6:1 gegen Überraschungsfinalist Flavio Cobolli (ATP 14) durch.

Und Zverev tat dabei das, was er am besten kann: Er zermürbte seinen Gegner. Obwohl er immer wieder in Front lag, gelang es ihm lange nicht, entscheidend davonzuziehen. Doch der Routinier liess sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als er den vierten Satz – mit dem Sieg vor Augen – noch aus der Hand gab.

Endlich am Ziel angekommen

Die Last, die Zverev mit diesem Triumph von den Schultern fällt, dürfte immens sein. Seit geraumer Zeit galt der aufschlagstarke Deutsche als bester Spieler aller Zeiten, der nie ein Grand Slam gewinnen konnte. Standen ihm zu Beginn der Karriere oft die «Big 3» vor der Nase, gab es zuletzt kein Vorbeikommen an Jannik Sinner und Carlos Alcaraz. Gegen das neue Tennis-Power-Duo hatte Zverev zuletzt zwei Grand-Slam-Finals verloren (Australian Open 2025 und French Open 2024). Die bis anhin grösste Chance vergab die Weltnummer 3 2020, als er im US-Open-Final Dominic Thiem trotz 2:0-Satzführung unterlag.

Das Etikett des ewigen Zweiten wird Zverev nun nicht mehr anhaften. Der Weg zum Premieren-Sieg war an diesem sonnigen Sonntagnachmittag wie eingangs bereits beschrieben aber ein steiniger. Seiner Favoritenrolle – die er spätestens nach dem frühen Ausscheiden Sinners inne hatte – wurde der Hamburger zu Beginn des Endspiels vollauf gerecht. Zverev überzeugte bei eigenem Aufschlag und führte schnell mit 6:1.

Das Momentum wechselte ständig die Seite

Die Zuschauer im ausverkauften Court Philippe Chatrier erlebten in der Folge ein ständiges Auf und Ab. Gewann Cobolli verdientermassen den zweiten Satz, ging Durchgang drei ebenso folgerichtig an Zverev.

Richtig spektakulär wurde es dann im vierten Durchgang. Nach insgesamt vier Breaks musste die Entscheidung im Tiebreak fallen. Dort schien Zverev früh davonzuziehen, der Italiener kämpfte sich aber zurück und kam seinerseits zu zwei Satzbällen. Beim ersten setzte Cobolli einen Smash völlig unverständlich ins Out, mit einem Vorhand-Passierball machte er den Satzausgleich dann aber doch noch perfekt.

Der Tank des 24-Jährigen war dann aber sichtlich leer, im entscheidenden Durchgang hatte Cobolli Zverev nicht mehr viel entgegenzusetzen.

Resultate

srf.ch/sport, 07.06.2026, 15:15 Uhr ; 

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