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4-Satz-Sieg gegen Zverev Sinner gewinnt Servicefestival und holt 2. Wimbledon-Titel

  • Jannik Sinner (ATP 1) gewinnt den Wimbledon-Final gegen Alexander Zverev (ATP 3) mit 6:7 (7:9), 7:6 (7:2), 6:3, 6:4.
  • Damit gelingt dem Italiener die Titelverteidigung. Es ist sein 5. Grand-Slam-Triumph.
  • Der 10. Sieg in Serie gegen Zverev ist für Sinner gleichzeitig der 100. auf Major-Stufe.

Er lag eigentlich schon am Boden. Jannik Sinner wollte im 3. Satz beim Stand von 4:3 gerade das 1. Break des Spiels realisieren, da rutschte er nach einem Rückhandschlag weg und sass auf dem Hosenboden. Der Italiener rappelte sich aber sofort wieder auf, fand zurück in den Ballwechsel und gewann diesen. Bei Alexander Zverev auf der anderen Netzseite flog das Racket.

Die erstmalige Breakführung brachte Sinner in der Folge locker über die Runden, er gewann den 3. Durchgang mit 6:3 und stellte in den Sätzen auf 2:1.

Grosse Zahlen bei Sinner

Vorerst ging es im gleichen Stil weiter, beide Aufschläger blieben im 4. Durchgang bis zum 3:3 souverän. Allerdings begann Paris-Sieger Zverev immer mehr zu hadern – auch, weil gleich mehrere seiner Bälle denkbar knapp auf der falschen Seite der Linie landeten. Im 7. Game erspielte sich der aufdrehende Sinner dann plötzlich wieder Breakchancen und nutzte die 3. zum 4:3 und zur Vorentscheidung in diesem Finalspiel.

Nach 3:46 Stunden verwertete die Weltnummer 1 ihren 1. Matchball. Das 6:7 (7:9), 7:6 (7:2), 6:3, 6:4 war sein 10. Sieg in Serie gegen Zverev – und der 100. Vollerfolg bei einem Grand-Slam-Turnier. Als erst 10. Spieler gelingt Sinner im All England Club die erfolgreiche Titelverteidigung. Der 24-Jährige steht nun bei 5 Grand-Slam-Titeln.

Service ist lange Trumpf

Zu Beginn hatten die beiden grossgewachsenen Profis beim ersten Direktduell auf Rasen ihre Aufschlagstärken voll ausgespielt. In den ersten beiden Sätzen kam es zu genau einer Breakchance (Sinner), die aber ungenutzt blieb. Ansonsten schlugen sich Sinner und Zverev abwechslungsweise ihre Services um die Ohren.

Beide Durchgänge gingen folgerichtig ins Tiebreak. In der ersten Kurzentscheidung behielt Zverev den längeren Atem (9:7), im 2. Satz spielte dann Sinner gross auf und gewann 7:2.

Mit Sinner als Wimbledon-Sieger kehrt man wieder zum Duopol an den Majors zurück. Seit Januar 2024 haben der Italiener und Carlos Alcaraz, der wegen einer Handgelenksverletzung passen musste, 10 von 11 Grand-Slam-Titel gewonnen. Die Ausnahme waren die French Open. Und Zverev nutzte den Schwung seines Sieges in Paris zu seinem mit Abstand besten Wimbledon-Ergebnis. Damit überholt er Alcaraz und ist neu die Weltnummer 2.

Wimbledon

SRF zwei, sportlive, 12.07.26, 17:00 Uhr ; 

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