Nein, die Nummer 1 in Sachen Interview-Anfragen ist Serena Williams in Wimbledon nicht. Gemäss den Medienverantwortlichen des Turniers muss die 7-fache Championne an der Church Road in dieser Hinsicht hinter Titelverteidigerin Iga Swiatek anstehen, für die am meisten Anfragen eingingen.
Natürlich ist das unerwartete Comeback der Amerikanerin aber das grosse Thema unter Spielerinnen und Experten. Wozu ist die 44-Jährige, die dank einer Wildcard antritt, in der Lage? Weshalb möchte sie es nochmals wissen? Wir liefern einige Reaktionen:
- Novak Djokovic
«Was sie tut, ist unglaublich, es ist episch. Nach mehreren Jahren und mit zwei Kindern zurückzukehren – nicht nur für ihre eigene Zufriedenheit, sondern auch, dass wir sie nochmals sehen dürfen, ist beeindruckend. (...) Ich sehe sie öfter im Fitnessstudio als zu ihren besten Zeiten. Das sagt mir, dass sie wirklich möchte, dass es gut herauskommt. Ich habe ihr gesagt, dass das, was sie tut, sehr inspirierend ist für mich.»
- Stan Wawrinka
«Wir kennen uns schon seit vielen Jahren. Ich persönlich finde das aussergewöhnlich, eine grosse Challenge. Sie kann das jetzt mit ihrer Familie und ihren Kindern erleben, das ist speziell. Als Tennisfan finde ich das toll. Sie zieht damit auch viel Aufmerksamkeit auf das Tennis und ich werde der Erste sein, der versuchen wird, ihr Spiel zu schauen.»
- Belinda Bencic
«Es kam schon überraschend, bei ihr weiss man aber nie. Es ist schön, wenn sie immer noch Freude am Tennis hat. Wenn sie wieder spielen möchte, dann muss das jeder akzeptieren. Ich bin mir sicher: Wenn sie das Selbstvertrauen hat, um Einzel zu spielen, dann wird sie parat sein.»
- Ben Rothenberg (US-Tennis-Journalist)
«Ich war schon überrascht, ich dachte, sie hätte alles in allem einen tollen Karriereabschluss gehabt, die Verabschiedung in New York 2022 war sehr nett. Speziell auf der WTA-Tour gab es in den letzten Jahren aber immer wieder Comebacks, ich war deshalb nicht geschockt. (...) Sie hat bestimmt viele andere Dinge im Leben: Ihre Familie, ihr Business, aber nichts kann das Tennis ersetzen. Das Gefühl, ins Stadion zu laufen, die Reaktion der Fans zu spüren – das gibt es im normalen Leben nicht. Gewisse Dinge machen einfach süchtig und man möchte mehr davon.»
- Aryna Sabalenka
«Ich weiss nicht, wie weit sie kommt. Ich freue mich riesig darauf, sie spielen zu sehen. Das ist unglaublich. Ich habe gehört, sie hat gesagt, sie macht das, damit ihre Kinder sie spielen sehen können. Die freuen sich wirklich riesig darüber. Es ist erstaunlich, was sie da leistet. Ausserdem ist es Serena Williams, darüber haben alle gesprochen. Sie lenkt mehr Aufmerksamkeit auf den Tennissport. Das ist gut für den Tennissport.»