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Wimbledon: 1. Runde «Goodbye Wimbledon»: Wawrinka verliert epische Tiebreak-Schlacht

  • Stan Wawrinka (ATP 109) unterliegt Matteo Berrettini (ATP 51) bei seiner letzten Teilnahme in Wimbledon mit 7:6 (9:7), 6:7 (16:18), 6:7 (7:9), 6:7 (5:7).
  • Der Lausanner liefert sich mit dem Italiener eine epische Tiebreak-Schlacht, in der gesamten Partie gibt es nur zwei Breaks.
  • Für den 41-jährigen Schweizer ist es auf dem «Heiligen Rasen» bei seiner 19. Teilnahme das 8. Erstrunden-Out.

Nach zwei gespielten Sätzen benötigten Stan Wawrinka und Matteo Berrettini erst einmal eine Pause. Beide verliessen den Court No.1 für eine kurze Toilettenpause, während gleichzeitig das Dach geschlossen wurde.

Der Schweizer und der Italiener hatten sich kurz zuvor ein episches Tiebreak geliefert, das mit 18:16 zugunsten von Berrettini ausging. In diesem hatte Wawrinka 6 Satzbälle zur 2:0-Führung – alle bei Aufschlag seines Gegners – nicht nutzen können. Berrettini schlug bei seiner 6. Chance hingegen zu.

Und weiter geht's mit Tiebreaks

Wawrinka und Berrettini lieferten sich auch in der Folge ein enges Duell, das weiter vom jeweiligen Aufschläger dominiert wurde. Im 3. Satz gelang es dem Italiener dann aber erstmals, dem Schweizer den Aufschlag abzunehmen. Doch «Stan the Man» reagierte umgehend, so dass auch der dritte Satz im Tiebreak entschieden wurde. Nach einem Doppelfehler des 41-jährigen Lausanners ging auch diese Kurzentscheidung an seinen Gegner.

Im 4. Durchgang boten sich Berrettini zwei Möglichkeiten auf 2:0 zu stellen, er liess jedoch beide Breakchancen liegen. In der Folge ging es wieder – Sie ahnen es – ins Tiebreak. Es sollte Wawrinkas letztes auf dem «Heiligen Rasen» von Wimbledon sein. Nach mehr als 4:14 Stunden beendete Berrettini die Partie mit seinem dritten Matchball zum 6:7 (7:9), 7:6 (18:16), 7:6 (9:7), 7:6 (7:5).

8 Mal in der 1. Runde raus

Allzu viel vorwerfen konnte sich Wawrinka nicht. In seinem ersten (und einzigen) Spiel auf Rasen in diesem Jahr verkaufte er seine Haut teuer. Insgesamt war Berrettini bei eigenem Aufschlag und seinen Vorstössen ans Netz minim sattelfester, was in einer derartigen Tiebreak-Schlacht, wie sie sich die beiden lieferten, letztlich das Zünglein an der Waage war.

Fairerweise muss auch festgehalten werden, dass das Turnier an der Church Road für Wawrinka zwar «immer etwas Besonderes» war, wie er vor seiner Dernière sagte. Gleichzeitig war es nie sein erfolgreichstes Pflaster. Bei seiner 19. und letzten Teilnahme bedeutete zum 8. Mal die 1. Runde Endstation. Auch wenn er in Wimbledon nie den Titel holen konnte, wird man Wawrinka und seine legendäre einhändige Rückhand in London künftig vermissen.

Trotz Niederlage ein «tolles Erlebnis»

Kurz nach der Niederlage wurde Wawrinka im Platzinterview, das bei einer solchen Dernière auch mit dem Verlierer geführt wird, emotional. Mit wässrigen Augen beantwortete er die Fragen. Etwas gefasster zeigte sich der Romand wenig später im SRF-Interview. «Es war wieder einmal ein tolles Erlebnis mit grossartiger Stimmung und Unterstützung. Das Publikum und solche Emotionen sind Gründe, warum ich immer noch kämpfe, um dieses Niveau zu halten.»

Den vergebenen Chancen trauerte Wawrinka zwar nach, insgesamt zeigte er sich mit seiner Leistung aber sehr zufrieden. «Es ist nie einfach, wenn du weisst, dass es das letzte Mal war. Aber nun ja, das gehört dazu, das gehört zu einer Karriere, das gehört zum Leben», so Wawrinka.

Wimbledon

Livestream auf srf.ch/sport, 30.06.2026, 18:30 Uhr ; 

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