- Novak Djokovic gewinnt sein Startspiel in Wimbledon mit viel Mühe in 4 Sätzen.
- Andrej Rublew vergibt derweil 2 Matchbälle und scheidet wie Casper Ruud schon aus.
- Félix Auger-Aliassime und Daniil Medwedew siegen indes im Eilzugtempo.
Im letzten Spiel des Tages lag auf dem Centre Court von Wimbledon ein 5. Satz in der Luft. Novak Djokovic wirkte gegen Yibing Wu nicht auf der Höhe und musste bei einer 2:1-Satzführung im 4. Durchgang gleich 6 Breakbälle abwehren. Der Serbe überstand die kritische Phase aber und schlug seinerseits im perfekten Moment mit dem Break zum 5:4 zu. Es war jedoch die chinesische Weltnummer 102, die es ihm mit 2 unerzwungenen Fehlern schenkte. So servierte Djokovic die hart umkämpfte Partie nach 3:12 Stunden doch noch mit 6:4, 5:7, 6:4, 6:4 aus.
In der 2. Runde trifft die Weltnummer 8 auf Stefanos Tsitsipas. Der zweifache Grand-Slam-Finalist – inzwischen auf Position 87 abgerutscht – setzte sich nach nur 91 Minuten mit 6:1, 6:4, 6:2 gegen den französischen Qualifikanten Hugo Gaston (ATP 118) durch.
Beinahe 4 Stunden lang lieferten sich die beiden russischen Landsmänner Roman Safiullin und Andrej Rublew (ATP 13) ein Duell auf Augenhöhe, ehe sich der Qualifikant Safiullin durchsetzen konnte. Die Weltnummer 132 wehrte im äusserst dramatischen Tiebreak des Entscheidungssatzes 2 Matchbälle ab und gewann schliesslich mit 6:4, 6:7 (6:8), 3:6, 6:3, 7:6 (14:12). Bereits in der Qualifikation hatte der überraschende Viertelfinalist von 2023 gegen den Schweizer Jérôme Kym einen Matchball abwehren und sich in 5 Sätzen behaupten können.
Auch Casper Ruud musste am Montag schon in der 1. Runde die Segel streichen. Die norwegische Weltnummer 12 unterlag dem starken Rasen-Spieler Hubert Hurkacz (POL/ATP 96) mit 4:6, 2:6, 6:7 (7:9). Einzig im 3. Durchgang konnte der dreifache Grand-Slam-Finalist mithalten. Hurkacz, der 2021 im Halbfinal von Wimbledon stand, konnte nach 2 vergebenen Matchbällen einen Satzball abwehren und sich den 3-Satz-Sieg sichern. So wartet Ruud auch nach 6 Teilnahmen an der «Church Road» noch auf seinen 1. Einzug in die 3. Runde.
Gar keine Probleme bekundete derweil Félix Auger-Aliassime. Die kanadische Weltnummer 4 liess beim überzeugenden 6:3, 6:1, 6:4 gegen Alexander Schewtschenko (KAZ/ATP 99) keine einzige Breakchance zu und schlug in 1:34 Stunden 15 Asse.
Noch ein Game weniger gab Daniil Medwedew ab. Die russische Weltnummer 9 musste gegen Marin Cilic (CRO/ATP 62) nach einer 6:1, 6:2, 3:0-Führung zwar nochmals kurz zittern und beim Stand von 4:4 im 3. Satz 2 Breakbälle abwehren. Nach 1:52 Stunden verwertete der 30-Jährige gegen den Wimbledon-Finalisten von 2017 aber seinen 1. Matchball zum 6:4.
Einen herben Dämpfer setzte es derweil für die britischen Tennisfans ab. Jack Draper (ATP 131), der in der Rasen-Saison testweise von Andy Murray betreut wird, musste sich – sowie Emma Raducanu kurz zuvor – aus dem Turnier zurückziehen. Die ehemalige Weltnummer 4, die seit längerer Zeit immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wird, kann zu ihrem für Dienstag angesetzten Erstrundenduell mit Taylor Fritz wegen einer Armblessur nicht antreten.