- Belinda Bencic steht dank einem 7:5, 6:0 gegen Xinyu Wang zum 7. Mal in der 3. Runde von Wimbledon.
- Nach einem lange ausgeglichenen Startsatz stürmt die Schweizerin dank 8 Games in Serie zum Sieg.
- In der 3. Runde trifft die 29-Jährige am Freitag auf die Russin Anna Kalinskaja.
Lange musste sich Belinda Bencic auf Court 3 gedulden, ehe ihr der überfällige erste Servicedurchbruch gelang. Bis zum 5:5 im 1. Satz konnte Xinyu Wang nämlich mit der Ostschweizerin mithalten – zumindest auf der Anzeigetafel. Denn obwohl beide 5 Games auf dem Konto hatten, war Bencic die deutlich bessere Spielerin auf dem «heiligen Rasen» von Wimbledon.
Während sich Wang bei Aufschlag Bencic bis zu diesem Zeitpunkt lediglich 2 Punkte gesichert hatte, musste sie selbst fast in jedem Aufschlagsspiel kämpfen und hatte bei eigenem Service schon 14 Punkte abgegeben. Bei letzter Gelegenheit belohnte sich die Weltnummer 11 dann doch noch für ihre Überlegenheit im Startsatz. Nachdem Wang einen Spielball fürs Tiebreak vergeben hatte, nutzte die Schweizerin ihren 1. Satzball zum 7:5.
26 Minuten für den 2. Satz
Nach der Satzpause nahm die letztjährige Halbfinalistin den Schwung gleich mit. Spätestens nach dem Break von Bencic zum 2:0 war der Widerstand der chinesischen Weltnummer 39 endgültig gebrochen. Die Olympiasiegerin von 2021 bestand beim Stand von 4:0 im 2. Satz auch den einzigen Test bei eigenem Aufschlag, indem sie 2 Breakbälle abwehrte, und jubelte nach 73 Minuten und 8 Games in Serie über ihren 7. Drittrunden-Einzug an der Church Road.
Nach dem Spiel freute sich Bencic im SRF-Interview über ihre starke Leistung: «Dem Aufschlag würde ich die Note 6 geben. Ich war aber auch danach in den Ballwechseln entschlossen, dies war sehr wichtig heute.» Ausserdem war sie erleichtert, dass sie die ersten beiden Partien ohne Satzverlust überstanden hat: «Vor allem in Wimbledon sind die ersten beiden Runden immer etwas heikel, da es auf Rasen viele Überraschungen gibt.»
So geht's weiter
In der Runde der letzten 32 trifft Bencic am Freitag auf die Russin Anna Kalinskaja (WTA 20). Gegen die 27-Jährige hat die Schweizerin grundsätzlich gute Erinnerungen und 4 der 5 bisherigen Direktduelle gewonnen – 2 davon im Sommer 2022 auch auf Rasen. Beim letzten Aufeinandertreffen in diesem Frühling in Rom setzte sich Kalinskaja jedoch in 2 Sätzen durch.
«Sie ist eine sehr talentierte Spielerin», lobte Bencic ihre nächste Gegnerin. «Aber ich habe eine gute Bilanz gegen sie auf Rasen. Es wird sicher nicht einfach, aber ich fühle mich sehr gut im Hinblick auf die Partie», zeigte sie sich trotzdem optimistisch.