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Wimbledon-Final gegen Sinner Für Zverev spricht nichts – ausser der geplatzte Knoten

Jannik Sinner geht als Favorit in den Wimbledon-Final. Gegen Alexander Zverev hat er lange nicht mehr verloren.

Auf dem Weg zum 5. Grand-Slam-Titel seiner Karriere kann sich Jannik Sinner eigentlich nur selbst ein Bein stellen. Die Nummer 1 der Welt trifft im Final von Wimbledon mit Alexander Zverev auf einen Gegner, der ihm liegt. 10 der insgesamt 14 Duelle hat er für sich entschieden, darunter die letzten 9.

Allein in diesem Jahr standen sich die beiden bereits viermal gegenüber, jeweils an ATP-1000-Turnieren. Sinner gewann in Indian Wells (Halbfinal), Miami (Halbfinal), Monte-Carlo (Halbfinal) und Madrid (Final). Er gab dabei keinen einzigen Satz ab.

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Den Wimbledon-Final zwischen Alexander Zverev und Jannik Sinner sehen Sie am Sonntag ab 17:00 Uhr live auf SRF zwei und in der Sport App. Es kommentieren Stephan Liniger und Patty Schnyder.

Erstes Duell auf Rasen

Auf Rasen haben Sinner und Zverev noch nie die Klingen gekreuzt. Während Sinner aber als Titelverteidiger im All England Club antritt, hat Zverev noch überhaupt nie auf der grünen Unterlage ein Turnier für sich entscheiden können. Vor dem Durchmarsch in diesem Jahr hat er es nie über den Achtelfinal hinaus geschafft.

Tennisspieler in weissem Outfit hält Schläger, Publikum im Hintergrund.
Legende: Trägt ihn der Paris-Flow auch zu Wimbledon-Ruhm? Alexander Zverev. imago images/Xinhua

Zverev hat einen grossen Vorteil: Sein Selbstvertrauen scheint derzeit unerschütterlich. Der Deutsche erlebte vor Kurzem in Paris seine Major-Sternstunde. Endlich legte er das Etikett des besten Tennisspielers ohne einen einzigen Grand-Slam-Sieg ab. Die Umstellung von Sand auf Rasen gelang dem Aufschlagshünen offensichtlich mühelos.

«Channel Slam» winkt

French Open und Wimbledon im selben Jahr zu gewinnen, bleibt aber ein Kunststück, das nur ganz wenigen in der Geschichte des Sports gelungen ist. Wobei in diesem Jahrzehnt schon fast eine Häufung stattgefunden hat: Novak Djokovic 2021 und Carlos Alcaraz 2024 schafften den sogenannten «Channel Slam» (in Anlehnung an den Ärmelkanal). Weil die Unterschiede zwischen den beiden Unterlagen längst nicht mehr so gross sind wie früher, könnte sich auch für Zverev eine Tür auftun.

Sie gewannen Roland Garros und Wimbledon im gleichen Jahr

Spieler Jahr(e)
Rod Laver 1969
Björn Borg 1978, 1979, 1980
Rafael Nadal 2008, 2010
Roger Federer 2009
Novak Djokovic 2021
Carlos Alcaraz 2024

«Was auch immer in der Vergangenheit zwischen ihm und mir passiert ist, ist passiert. In der Zwischenzeit hat er in Paris einen Grand-Slam-Titel gewonnen, was ihm viel Selbstvertrauen gegeben hat», zollt Sinner Zverev Respekt. «Wir sehen alle, auf welchem Niveau er hier spielt.»

Sinner nur zu Beginn mit Mühe

Das Niveau zu steigern vermochte aber auch der Südtiroler. Nach der Enttäuschung in Paris, als er von der Hitze gebeutelt bereits in der zweiten Runde ausgeschieden war, bestand Sinner an der Church Road in der ersten Runde den Test gegen Miomir Kecmanovic. Er rang den Serben nach 1:2-Satzrückstand noch nieder. Seither ist er ohne Satzverlust geblieben, auch im Halbfinal gegen Novak Djokovic.

An den Australian Open 2025 hiess der Final ebenfalls Sinner vs. Zverev. Der Italiener setzte sich 6:3, 7:6, 6:3 durch – ein weiterer Fakt, der dem 24-Jährigen Zuversicht geben dürfte.

Wimbledon 2026

SRF-Livestream, Sportlive, 10.07.2026, 14:30 Uhr ; 

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