- Novak Djokovic zieht in Wimbledon trotz eines Durchhängers gegen Arthur Rinderknech in den Achtelfinal ein.
- Jannik Sinner siegt fast zeitgleich in drei Sätzen gegen Jenson Brooksby.
- Daniil Medwedew scheidet überraschend gegen «Tiebreak-König» Jan-Lennard Struff aus.
Etwas über 3 Stunden musste Novak Djokovic (ATP 8) gegen Arthur Rinderknech (ATP 28) auf dem Centre Court von Wimbledon kämpfen, bis der Viersatzsieg feststand. Dank des 7:5, 6:4, 1:6, 7:6 (7:4) steht der Serbe an der Church Road zum 18. Mal im Achtelfinal und schliesst damit zu Roger Federer auf, der ebenfalls 18 Mal unter den letzten 16 figurierte.
Mit dem 105. Sieg im Einzel knackte Djokovic gleich noch eine weitere Federer-Bestmarke. «Es ist eine grosse Ehre, Geschichte in diesem Sport schreiben zu können, besonders hier», sagte Djokovic im Interview auf dem Platz. Zu Martina Navratilova, die bei den Frauen sogar 120 Siege vorzuweisen hat, fehlt allerdings noch etwas. Djokovic nahm es mit Humor: «Man kann sich fast immer sicher sein, dass jemand noch etwas besser war.»
Nach der 2:0-Satzführung war beim 39-Jährigen der Faden vorübergehend gerissen. Im vierten Durchgang fing er sich allerdings wieder – auch dank seines starken Aufschlags. «Im Tiebreak muss man einfach einen Weg finden, um zu gewinnen. Am Ende war es ein bisschen Glück und ein bisschen Können», so Djokovic. Im Achtelfinal trifft er auf den Russen Roman Safiullin (ATP 132), der nach Andrej Rublew (ATP 13) mit Joao Fonseca (ATP 27) einen weiteren Top-30-Spieler aus dem Turnier nahm. Safiullin hatte sich in der Qualifikation nur knapp gegen den Schweizer Jérôme Kym durchgesetzt.
Sinner souverän – Medwedew unterliegt Struff
Auf Court 1 kam Jannik Sinner (ATP 1) gegen Jenson Brooksby (ATP 81) fast gleichzeitig wie Djokovic zum Sieg. Der Italiener musste für das 6:4, 6:3, 6:4 gegen den US-Amerikaner aber deutlich weniger arbeiten. Nach 2:14 Stunden war die Partie beendet. Der Vorjahressieger bekommt es als nächstes mit dem japanischen Qualifikanten Shintaro Mochizuki (ATP 151) zu tun, der überraschend den spanischen Shootingstar Rafael Jodar ausschaltete.
Bereits die Koffer packen muss der zweifache Wimbledon-Halbfinalist Daniil Medwedew (ATP 9). Der Russe unterlag dem deutschen Routinier Jan-Lennard Struff (ATP 74) 6:7 (4:7), 6:7 (5:7), 5:7. Der 36-jährige Struff hat in seinen drei Spielen bereits 6 Tiebreaks für sich entschieden.