- Novak Djokovic (ATP 8) schlägt Roman Safiullin (RUS/ATP 132) im Wimbledon-Achtelfinal in 4 Sätzen.
- Mit seinem 106. Sieg im All England Club überflügelt der Serbe Roger Federer (105) und ist neu alleiniger Rekordhalter.
- Jannik Sinner (ITA/ATP 1) bekundet bei seinem Viertelfinal-Einzug keine Probleme.
Wo Novak Djokovic aufschlägt, ist Tennis-Geschichte nicht weit entfernt. Am Sonntag schaffte der Serbe in Wimbledon einmal mehr Historisches. Der 7:6 (8:6), 6:3, 3:6, 6:3-Erfolg im Achtelfinal gegen Roman Safiullin war Djokovics insgesamt 106. Sieg auf dem «Heiligen Rasen».
Damit übernimmt der 39-Jährige in dieser Statistik die alleinige Führung vom achtfachen Wimbledon-Champion Roger Federer. Gross über seine neuerliche Bestmarke wollte Djokovic aber nicht sprechen: «Ehrlich gesagt ist mir das ziemlich unwichtig, es ist nicht meine Priorität», sagte er an der Medienkonferenz.
Djokovic zog zum 17. Mal in die Runde der letzten acht von Wimbledon ein. Gegen den Qualifikanten Safiullin zeigte der 24-fache Grand-Slam-Sieger aber eine durchwachsene Leistung und war sichtlich unzufrieden mit sich selbst. Im 3. Satz verlor Djokovic nach dem kassierten Break zum 2:4 kurz die Contenance und drosch den Ball wuchtig auf die Blache auf der anderen Seite des Platzes. Für diese Unsitte erntete der Serbe vom Publikum auf dem Centre Court lautstarke Buhrufe.
Djokovic liess sich vom Satzverlust aber nicht aus der Fassung bringen und verwertete nach 3:26 Stunden seinen ersten Matchball. Im Viertelfinal wartet Félix Auger-Aliassime (ATP 4). Der Kanadier rang den Spanier Alejandro Davidovich Fokina (ATP 23) auf Court Nr. 1 nach fast viereinhalb Stunden mit 6:7 (4:7), 7:6 (8:6), 6:3, 6:7 (2:7), 6:1 nieder.
Sinner problemlos
Einen souveränen Sieg feierte im Achtelfinal Jannik Sinner. Die Weltnummer 1 aus Italien besiegte den japanischen Qualifikanten Shintaro Mochizuki (ATP 151) 6:3, 7:6 (7:0), 6:3 und bekommt es nun mit Jan-Lennard Struff (ATP 74) zu tun. Der Deutsche profitierte beim Duell mit Hubert Hurkacz (ATP 96) beim Stand von 3:6, 6:7 (5:7), 7:6 (7:2), 7:5, 4:2 von der Aufgabe seines polnischen Kontrahenten. Im 47. Anlauf bei einem Grand-Slam-Turnier feiert Struff nun seine Viertelfinal-Premiere.