Lediglich 65 Minuten benötigte Belinda Bencic (WTA 11) am Montag, um sich gegen die erst 17-jährige Mika Stojsavljevic (GBR) mit 6:2, 6:1 für die 2. Runde zu qualifizieren. Dort wartet ein ungleich grösseres Kaliber auf die Olympiasiegerin von 2021: Xinyu Wang, Chinesin, als Weltnummer 39 geführt. Die Zweitrunden-Partie von Bencic ist die vierte des Tages auf Court No. 3 und steigt nicht vor 16:30 Uhr Schweizer Zeit.
Keine Fremde für Bencic
Während sich Bencic den Fragen im SRF-Interview stellte, stand Wang bei ihrem Wimbledon-Auftakt noch im Einsatz gegen Elisabetta Cocciaretto (ITA/WTA 46). Später setzte sich die Chinesin in 3 Sätzen durch. So kommt es nicht zur Neuauflage des Drittrunden-Duells vom vergangenen Jahr, bei dem sich Bencic erst im Tiebreak des 3. Satzes durchgesetzt hatte, sondern zu einer Premiere auf der WTA Tour.
Ich kenne sie ziemlich gut, habe schon einige Male mit ihr trainiert. Sie kann ein gutes Level erreichen und ich muss vorbereitet sein.
Denn gegen Wang hat Bencic noch nie gespielt. Trotzdem ist die 24-Jährige keine Unbekannte für die Vorjahres-Halbfinalistin: «Ich kenne sie ziemlich gut, habe schon einige Male mit ihr trainiert. Sie kann ein gutes Level erreichen und ich muss vorbereitet sein.» Wang hat sich in den letzten Jahren auf einem hohen Level etabliert, ist seit 3 Jahren fast konstant unter den Top 50 der Welt und an Grand Slams Stammgast.
Seit den US Open 2022 hat Wang kein Major-Turnier verpasst. Das höchste der Gefühle waren drei Vorstösse in den Achtelfinal. Allgemein fehlt bei Wang im Einzel noch der Exploit: Sowohl auf der WTA Tour, als auch auf der tieferen 125er-Stufe ist sie noch titellos. Anders Bencic, die schon bei WTA-1000-Events reüssierte und im vergangenen Jahr an der Church Road in den Halbfinal vorpreschte (Niederlage gegen Iga Swiatek).