Steigende Temperaturen durch den Klimawandel könnten die Weltwirtschaft laut einer Studie bremsen. Die höchste Produktivität hätten Volkswirtschaften bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von 13 Grad Celsius, schreiben Forscher in «Nature». Bis zu dieser Marke stiegen Erträge an – werde es wärmer, sänken sie fast linear wieder.
Auf der Basis ihres Modells (siehe Box rechts) berechnen die Forscher Folgen eines Klimawandels: Bei einem Anstieg von gut 4 Grad Celsius bis 2100 drohe eine Minderung der weltweiten Wirtschaftskraft von fast einem Viertel.
In 77 Prozent der Länder, so die Berechnungen, würden die einzelnen Menschen im Durchschnitt ärmer als ohne Erwärmung. Das reichste Fünftel der Länder werde noch leichte Zugewinne einfahren: Dort seien die Temperaturen vergleichsweise niedrig. Insgesamt werde sich der Abstand zwischen arm und reich vergrössern.