Zum Inhalt springen

Header

Audio
Ratlose Börsianer.
reuters
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 12 Sekunden.
Inhalt

Beruhigungsmittel der Zentralbanken wirkt nur kurz

In einer seltenen Aktion haben die sieben wichtigsten Zentralbanken der Welt ihre Zinsen gesenkt. Mit diesem Schritt, den es so bisher nur am 11. September 2001 gegeben hatte, wollten die Notenbanken Ruhe in die angespannten Finanzmärkte bringen. Das gelang nur bedingt. Die Leitzinssenkung beruhigte die Märkte lediglich kurz. Die wichtigsten Börsenbarometer in Europa und in den USA lagen wenige Stunden nach der Zinssenkung wieder deutlich im Minus. Wegen dramatischer Kurseinbrüche setzten mehrere Börsenaufsichten in Europa und Asien den Handel zeitweise aus. Die meisten Zentralbanken senkten ihren Leitzins um 0,5 Prozentpunkte. In der EZB liegt der massgebliche Satz nun bei 3,75 Prozent. Die Fed und die Bank of England verringerten den Leitzins auf 1,5 beziehungsweise 4,5 Prozent. SNB senkt erstmals seit fünf Jahren die ZinsenAuch die Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) fiel ähnlich aus. Für die SNB war es die erste Leitzinssenkung seit gut fünf Jahren. Neu peilt sie einen Leitzins von 2,5 Prozent an. Sie senkte das Zielband für den Dreimonats-Libor auf 2 bis 3 Prozent, nachdem es bislang bei 2,25 bis 3,25 Prozent gelegen hatte. De facto entspricht das einer Zinssenkung von einem halben Prozentpunkt. Wirtschaftsredaktor Markus Mugglin erklärt im Gespräch mit Hans Ineichen, warum sich die Notenbanken zur gemeinsamen Zinssenkung entschlossen haben und warum sie nur kurzfristig wirkte.

Mehr von «Echo der Zeit»