Anfang der 1990er-Jahre waren die hohen Ozonwerte in der Schweiz im Sommer jeweils täglich Thema. Man war alarmiert und forderte Massnahmen gegen Sommerozon. Es war von strengen Notstandsregelungen die Rede. Von Luftreinhaltepolitik. Aber langsam verschwand das Thema aus der Öffentlichkeit, die Debatte flaute ab. Das Ozon aber blieb. Und es blieb hoch im Sommer. Jetzt, wo ohnehin schon viele unter der Hitze leiden, kommen wieder teils extrem hohe Ozonwerte dazu. Und das ist gefährlich: Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt, dass an Tagen mit Werten von über 100 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter durchschnittlich drei Prozent mehr Menschen sterben. Besonders dramatisch ist die Lage derzeit im Tessin. In Chiasso etwa wurde der Grenzwert 120 seit Anfang Monat praktisch täglich überschritten. Und erreichte einmal den Spitzenwert 270.
[Hinweis: Die publizierten Daten stammen aus dem internen SRF-Archivsystem.]
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