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14.04.2026, 18:06 Uhr Luzi Brüesch – Bündner Ländlerpionier

Der Klarinettist Luzi Brüesch aus Araschgen bei Chur wurde vor 160 Jahren geboren. Er gilt als Urvater des Bündnerstils und hat diese Ländlermusik auf verschiedene Weise geprägt. Mit Auswirkungen bis in die heutige Zeit.

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In seiner Jugend spielte Luzi Brüesch mit seinem Vater auf. Sein Vater spielte Klarinette, Luzi begleitete ihn auf der Geige. Die typische Handorgel war noch nicht in Gebrauch. Erst im Jahr 1921 kam ein erstes Akkordeon hinzu. Luzi Brüesch engagierte den ebenfalls zur Legende gewordenen, damals sehr jungen Hans Fischer aus Chur. Unter dem Namen Kapelle Brüesch legten sie den Grundstein für die typische Bündner-Besetzung: Zwei Klarinetten, Handorgel und Bass.

Ebenfalls in diese Zeit fällt folgende Anekdote: Der junge Hans Fischer verlangte mit Nachdruck vom 37 Jahre älteren Luzi Brüesch, dass er von nun an anstelle von zweiteiligen Stücken, 3-4-teilige Stücke spielen muss – das sei modern. Luzi Brüesch machte mit – heute ist das normal.

Schon einige Jahre früher aber gelang Luzi Brüesch seine vielleicht wichtigste Sache: Durch seine seriöse und korrekte Art gab er dem ganzen Musikantenstand ein neues Image. Er verpflichtete seine Musikanten dazu, sich schön anzuziehen und wenig Alkohol zu trinken. Vor dem Spielen ein Zweierli und um Mitternacht noch einmal eines. Man kann also durchaus von professionellem Verhalten sprechen.

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