Am Donnerstag startet die grösste Fussball-WM der Geschichte. 48 Teams spielen in den USA, Kanada und Mexiko um den Titel. Für viele ist das ein Fussballfest. Für andere beginnt mit dem ersten Anpfiff auch eine Debatte über Menschenrechte, Macht und Verantwortung.
Im Zentrum steht vor allem die Lage in den USA unter Donald Trump. Diskutiert wird über Einreiseverbote, harte Migrationspolitik, ICE, die US-Einwanderungsbehörde, Protestfreiheit und die Sicherheit von Fans, Spielern, Delegationen und Medienschaffenden.
Amnesty International Schweiz warnt vor gravierenden Menschenrechtsrisiken und kritisiert auch die FIFA. Der Weltverband verspreche ein Turnier für alle, blende aber zu viele politische und menschenrechtliche Fragen aus.
Damit stellt sich auch die Frage, ob man diese WM boykottieren sollte. Für Walter De Gregorio ist das der falsche Weg. Der frühere FIFA-Kommunikationschef sagt, solange Politik und Wirtschaft weiter mit den Gastgeberländern verhandeln und Geschäfte machen, sei es doppelmoralisch, ausgerechnet vom Sport den Bruch zu verlangen.
Kann man diese WM einfach geniessen? Oder wird Zuschauen, Einschalten und Mitfiebern diesmal selbst zu einer politischen Entscheidung?
Im FORUM diskutieren Gäste mit Hörerinnen und Hörern.
- Walter De Gregorio, sportpolitischer Berater und ehemaliger FIFA-Kommunikationschef.
- Lisa Salza, Verantwortliche für Sport und Menschenrechte bei Amnesty Schweiz.