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28.04.2026, 20:03 Uhr Geschichten zum Thema «Internationaler Kinderbuchtag»

Lesenswerte Lektüre aus aller Welt möglichst vielen jungen Lesenden zugänglich machen. Dies ist eines der Ziele des Internationalen Kinderbuchtags. Wir stellen die Schweizer Bücher vor, die in die Welt hinausgetragen werden, und schauen über unsere literarischen Landesgrenzen hinaus.

Legende: Bild: Bohem / Atlantis / Moritz / Peter Hammer / SRF

Alle zwei Jahre veröffentlichen die Organisator:innen des Internationalen Kinderbuchtages, das «International Board on Books for Young People», die sogenannte «IBBY»-Liste. Darauf stehen Lektüre-Vorschläge, die die rund 90 Mitgliedstaaten als besonders empfehlenswert einstufen.

Das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien sikjm bestimmt die Bücher, die für die Schweiz auf der Liste stehen. Im Jahr 2026 sind das die folgenden:

«Susie im Supermarkt»
Ein in fröhlichen Farben illustriertes Bilderbuch, das unter anderem unser Konsumverhalten thematisiert mit einer cleveren Hauptfigur, die nah am kindlichen Alltag ist – und die man ins Herz schliesst.

Daniel Fehr/Claudia Burmeister. Susie im Supermarkt. 32 Seiten. Bohem Verlag, 2024.
Ab 3 Jahren.


«Das Dorf der Steine»
Das in warmen Farben gestaltete Bilderbuch erzählt von einem blinden Mädchen, das um seinen Onkel trauert, aber auf dem Friedhof hinter den Grabsteinen vergangene Lebensgeschichten entdeckt – und getröstet wird, als es merkt, dass sein Onkel nicht allein ist.

Lawrence Schimel/Lena Studer. Das Dorf der Steine. 32 Seiten. Atlantis Verlag, 2024.
Ab 4 Jahren.


«WEG»
Der Comicroman thematisiert den Umgang mit Depressionen. Empathisch nimmt er die Leserschaft mit in eine Fantasiewelt, die die vielfältigen Ausprägungen der psychischen Krankheit gut verständlich darstellt. Und zeigt, mit welchen Herausforderungen auch das Umfeld von betroffenen Menschen konfrontiert ist. Aber er lässt einen nicht mutlos zurück.

Rina Jost. WEG. 120 Seiten. Edition Moderne, 2023.
Ab 12 Jahren.


«Tous les bateaux ne prennent pas la mer»
Sanfte, leuchtende Illustrationen begleiten die Geschichte einer Familie, deren Vater im Gefängnis sitzt. In Briefen erfährt man, wie die einzelnen Familienmitglieder mit dieser Situation umgehen. Ein Buch, das trotz des aussergewöhnlichen Settings Identifikationspotenzial bietet im Umgang mit Trennungen innerhalb der Familie.

Germano Zullo/Albertine. Tous les bateaux ne prennent pas la mer. 45 Seiten. La Joie de Lire, 2024.
Ab 5 Jahren.


Für Deutschland stehen auf der diesjährigen «IBBY»-Liste:

«Die Gurkentruppe»
Die liebevoll gezeichnete Geschichte erinnert an Winnie Puuh und seine Freunde. Im Wald wohnen ein Schweinchen, ein Hase, ein Bär, ein Biber und ein Zebra zusammen. Jede Figur hat ihre Eigenheiten, ist aber geborgen und geliebt in der Gemeinschaft. Das grösste Glück, finden die Freunde, ist das Zusammensein.

Leslie Niemöller/Liliane Oser. Die Gurkentruppe. 64 Seiten. Moritz Verlag, 2024.
Ab 5 Jahren.


«Regentag»
Dieses Bilderbuch ohne Worte ist eine Hommage an die Fantasie. An einem trüben, nassen Tag langweilen sich zwei Kinder. Bis sie alltägliche Gegenstände anders wahrnehmen – und plötzlich erleben sie im Zimmer die wildesten Abenteuer. Eine meisterhaft illustrierte Geschichte, die mit starken optischen Kontrasten arbeitet.

Jens Rassmus. Regentag. 64 Seiten. Peter-Hammer-Verlag, 2024.
Ab 4 Jahren.


«Gras unter meinen Füssen»
Im Mittelpunkt steht die zehnjährige Ada, die sich trotz einer körperlichen Einschränkung und Misshandlungen nie unterkriegen lässt und im Jahr 1939, als der Zweite Weltkrieg beginnt, mutig für ihr Glück kämpft. Eine erschütternde Geschichte, die empathisch und stets auf Augenhöhe mit jungen Lesenden erzählt wird.

Kimberly Brubaker Bradley. Gras unter meinen Füssen. Aus dem Englischen von Beate Schäfer. 336 Seiten. dtv, 2024.
Ab 12 Jahren.

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