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Wird in Interlaken der echte Unspunnenstein geworfen?

Der über achtzig Kilo schwere Kiesel stand seit 1805 im Mittelpunkt des helvetischen Alphirtenfestes. Das Ziel der Veranstaltung war ursprünglich, Stadt und Land im Kanton Bern zu versöhnen.

1984 entführten jurassische Separatisten den Stein als «Geisel», um ihn gegen die Bezirke im Südjura eintauschen zu können, die im Kanton Bern verblieben waren. 2001 tauchte der Stein am Marché- Concours in Saignelégier unerwartet wieder auf, verziert mit dem Sternenkranz der EU.

Inzwischen wurde längst ein anderer sogenannter «Stossstein» für den Wettkampf verwendet. Der gravierte Originalstein wurde 2005 am helllichten Tag wiederum aus einer Hotelvitrine in Interlaken gestohlen und ist seither verschollen.