Legende:
Jodeln ist seit 2025 ein immaterielles Kulturerbe.
Bild: Keystone/Philipp Schmidli
Inhalt
04.04.2026, 14:03 Uhr - Das jodelnde Klassenzimmer
Seit dem 11. Dezember 2025 gehört der Schweizer Jodel zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit – eine grosse Ehre, die aber auch Verpflichtungen mit sich bringt.
Um diesen Podcast zu abonnieren, benötigen Sie eine Podcast-kompatible Software oder App. Wenn Ihre App in der obigen Liste nicht aufgeführt ist, können Sie einfach die Feed-URL in Ihre Podcast-App oder Software kopieren.
Wer einmal mit Bräuchen und Traditionen als immaterielles Kulturerbe auf der UNESCO-Liste steht, kann sich nicht einfach auf seinen Lorbeeren ausruhen. Vielmehr hat sich die Schweiz im Rahmen sogenannter «Bewahrungsmassnahmen» dazu verpflichtet, den Jodel nicht nur zu erhalten, sondern aktiv zu fördern und sichtbar zu machen.
So entstand letztes Jahr das Projekt «Das jodelnde Klassenzimmer», das nachhaltige Strukturen für die Förderung und Weitergabe des Jodelns schafft. Dabei sollen Grundlagen entstehen, welche das Jodeln als Teil der gelebten Volkskultur im Schweizer Bildungssystem integrieren und verankern.
Ein besonderes Augenmerk legte die dafür zuständige Arbeitsgruppe auf geeignete Lehrpersonen mit Jodelerfahrung, die bereit waren, das Jodeln während des Schuljahres 2025/26 in ihren Unterricht einzubringen. Aus diesen Erkenntnissen soll ersichtlich werden, ob und in welcher Form das Bedürfnis nach Unterrichtsmaterial und Weiterbildungsangeboten für Lehrpersonen besteht.
Durch das Projekt «Jodelndes Klassenzimmer» sollen künftig auch nichtjodelnde Lehrpersonen motiviert werden, das Jodeln mit ihrer Schulklasse aufzugreifen.