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Performativ: Modebegriff oder Herzstück des Theaters?

Seit der Performancekunst der 60er Jahre ist viel passiert im Theater. Vielen Künstlern und Künstlerinnen geht es seither nicht mehr darum, auf der Bühne linear eine Geschichte zu erzählen, sondern sie wollen Erlebnisse schaffen. Das Publikum wird dadurch zu aktiven Mitspielern, das Ereignis ist wichtiger als die Bedeutung. In ihrem Buch "Ästhetik des Performativen" geht Erika Fischer-Lichte dieser - wie sie es nennt - "performativen Wende" in den Künsten nach. Für die Berliner Professorin für Theaterwissenschaft ist der heute schon fast inflationär gebrauchte Begriff des Performativen mehr als ein Modewort. Im Gegenteil: Für sie führt er direkt ins Herz des Mediums Theater. Dagmar Walser hat für Sie Erika Fischer-Lichte in Berlin getroffen.