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Géraldine Olivier ist Gast bei Roger Kuster im «SRF Musikwelle Brunch».
Géraldine Olivier/Fotograf: Andre Kowalski
abspielen. Laufzeit 57 Minuten 4 Sekunden.
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Géraldine Oliviers endgültiger Abschied von der Bühne

31 Jahre stand sie auf der Bühne. Sie gewann Mitte der 90er-Jahre den «Grand Prix der Volksmusik» und feierte mit ihren Chansons sogar Erfolge in Kanada. Doch nun ist Schluss: Géraldine Olivier verabschiedet sich von der Bühne. Dabei ist sie erst 56 Jahre alt.

«Es ist aus gesundheitlichen Gründen», sagt sie, «ich kann seit einem schweren Unfall vor 12 Jahren nicht mehr lange sitzen. Das macht die langen Fahrten zu Konzerten immer schwieriger.»

«Wir haben sehr viel durchgemacht»
Dazu kommt, dass sie auf einem Ohr nicht mehr gut hören kann. Ein Hörsturz. Der letzte Auslöser waren dann die gesundheitlichen Probleme ihres Mannes Lutz: Er hatte einen Herzinfarkt, den er nur knapp überstand. «Wir haben sehr viel durchgemacht, mein Mann und ich», sagt Géraldine, «da haben wir uns einfach gesagt, jetzt müssen wir für uns schauen, dass wir das Leben noch etwas geniessen können.»

Ab nach Mallorca
2024 wandern sie darum von Norddeutschland nach Mallorca aus. Auf die Bühne kehrt sie dann nicht mehr zurück. Aber ab und zu ein neues Lied aufnehmen – das möchte sie trotzdem noch.

Der Abschied selber fällt ihr nicht schwer, denn die Branche ist schwierig geworden, das musste sie in den letzten Jahren selber feststellen. «Der Schlager ist nicht mehr das, was er mal war. Es kommen schwere Zeiten in der Musik wie auch in der Fernseh- und Radiobranche auf», sagt sie. «Ich erlebte noch die guten Jahre»

«Ich singe lieber maritime Lieder und Chansons»
Zum Abschied hat sie nun noch ein Best-of-Album herausgegeben, das man aber nur bei ihr direkt bestellen kann. Darauf ist ihr musikalisches Schaffen aus drei Jahrzehnten zu hören. Interessant ist dabei auch ihre Beichte betreffend Schlager: Das sei nicht unbedingt ihre favorisierte Musik gewesen, meint sie schmunzelnd. «Viel wohler fühle ich mich mit maritimen, französischen und deutschen Chansons.» In die Schlagerecke kam sie vor allem, weil das eine Zeit lang die einzige Möglichkeit war, in dieser Branche und im Fernsehen präsent zu sein.

Danke an ihre Mutter
Jetzt freut sie sich auf die Wärme von Mallorca und weniger Terminstress. Rückblickend ist sie dankbar für all die Begegnungen mit befreundeten Stars und Musikern. Und vor allem auch ihrer Mutter: Denn ohne sie hätte ihre Karriere wohl nicht stattgefunden. «Sie war es, die mich damals überredet hat, das Angebot von Rudi Margreiter anzunehmen und beim Grand Prix der Volksmusik mitzumachen. Ich wollte das zuerst gar nicht.»

In den nächsten Jahren möchte sie darum trotz allem noch einige Newcomer mit ihrer Arbeit unterstützen. Ihrem Mann Lutz gehören ein Pop- und ein Schlagerlabel – und sie macht für ihn und seine Künstler/-innen die Promotionarbeit aus ihrem Büro auf Mallorca.

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