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Gelassen im Alltag Wellnessen oder Singen: Was wirklich hilft bei Stress

Stresssituationen begegnen wir ständig. Sei es wegen zu viel Arbeit, einer anstehenden Prüfung oder einer vermeintlich banalen Alltagssituation. Doch was können wir tun, wenn es zu viel wird? Ein Überblick.

Mails ignorieren statt Wellnesswochenende

Im besten Fall lässt man sich gar nicht stressen. Damit das gelingt, reicht ein Ansatz: arbeitsbezogene Mails am Wochenende ignorieren und auf Multitasking verzichten.

Und ein Wellnesswochenende? «Sicher nicht», sagt Soziologe Hartmut Rosa bei seiner «Sternstunden»-Challenge mit Moderatorin Barbara Bleisch. Er lasse sich nämlich von dem Angebot und der begrenzten Zeit so stressen, dass die Entspannung wieder in den Hintergrund rückt.

Kopf lüften beim Auspowern

Der Alltagsstress ist jedoch schneller da, als einem lieb ist. Auch die sechs Promis, die an der Shaolin Challenge teilnehmen, wollen sich von der täglichen Hektik lösen. Im Yongmunsa-Tempel in Südkorea lernen sie mithilfe alter Shaolin-Traditionen, sich von äusseren Ablenkungen zu lösen und sich auf ihr Inneres zu konzentrieren.

Shaolin Challenge

Gelassener werden und öfter den Kopf abschalten kann man auch zu Hause. Statt neun Tage ohne Handy kann man sich ein paar Stunden wöchentlich offline Zeit gönnen. Und statt mehrerer Trainings täglich reicht es, zweimal wöchentlich körperlich auszupowern, um den Kopf zu lüften.

Auch bei Jugendlichen, die unter Prüfungsdruck und Lernängsten leiden, ist ein guter Ausgleich genauso wichtig. Nebst Sport kann auch ein Karaoke-Abend mit Freundinnen und Freunden helfen, neue Energie zu tanken.

Stress wegatmen

Gezielte Atemtechniken beeinflussen das Nervensystem. In stressreichen Momenten wird der Sympathikus aktiviert. Dieser Teil des Nervensystems sorgt dafür, dass Blutdruck, Herzfrequenz und Atemrate steigen. Auslöser ist meist eine schnelle, flache Atmung. Eine tiefe, ruhige Atmung aktiviert den Parasympathikus und bringt Entspannung.

Wer den Vagusnerv stimuliert, etwa durch sanftes Klopfen am Hals, unterstützt diesen Prozess zusätzlich. Der Nerv verläuft beidseitig an den Halsaussenseiten. Als Ruhenerv beruhigt er die Atmung und unterstützt den Körper dabei, sich zu entspannen und neue Kraft zu schöpfen.

So geht stressfreies Lernen

Sei es, weil man sich beruflich umorientieren will oder den Horizont erweitern möchte. Es gibt viele Gründe, regelmässig etwas Neues zu lernen. Aber wie gelingt das stressfrei? Der Schlüssel liegt in der Motivation. Sie aktiviert das körpereigene Belohnungssystem. Wird Dopamin ausgeschüttet, speichert das Gehirn neue Informationen besonders effektiv. Leider kann man sich nicht immer aussuchen, was man lernen will.

Dann bietet sich eine der Lernstrategien an, die bei Puls vorgestellt werden. Eine davon ist die Pomodoro-Technik: Dabei wird der Lernstoff in kleine Arbeitsintervalle à 25 Minuten unterteilt, mit jeweils einer fünfminütigen Pause dazwischen. Nach vier solchen Blöcken liegt dann eine verdiente Stunde Pause drin.

«Shaolin Challenge», SRF 1, 10.04.2026, 21.00 Uhr ; 

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