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Stabhochsprung im Fokus «Man kommt dem Gefühl von Fliegen näher»

Im Vorfeld des Weltklasse-Meetings in Zürich ist Stabhochspringerin Angelica Moser für einmal nicht selbst am Stab. Sie zeigt Kinderreporterin Aurelia, wie Stabhochsprung funktioniert und was sie daran fasziniert.

Eines steht fest: Stabhochsprung ist um Einiges komplexer und schwieriger, als es aussieht. Das merkt SRF Kids Kinderreporterin Aurelia (11) sehr schnell. «Man muss richtig gut ausbalancieren, wenn man den Stab hoch hält», sagt sie.

Angelica Moser und Kinderreporterin Aurelia
Legende: Gar nicht so einfach, mit einem Stab zu springen – besonders, wenn er zu lang ist. SRF

Angelica Moser gibt Aurelia einen Tipp: «Du kannst den Stab etwas weiter unten fassen, dann ist er weniger schwer für dich.» Die Schweizer Stabhochspringerin muss es wissen: Sie ist mehrfache Europameisterin und hat 2025 bei den Hallen-Weltmeisterschaften den dritten Platz geholt.

Verschiedene Stäbe im Einsatz

Für Aurelia ist der Sprungversuch umso schwieriger, denn der Stab ist nicht auf ihre Grösse angepasst. «Es gibt verschiedene Stäbe. Die einen sind fester, die anderen weicher, und die Grösse variiert auch. Wir wechseln die Stäbe immer wieder, auch während eines Wettkampfs», erklärt Profisportlerin Moser.

Facts zum Stabhochsprung

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  • Stabhochsprung ist eine sehr vielseitige Disziplin: Sie erfordert Geschwindigkeit, Kraft, Beweglichkeit und gymnastische Fähigkeiten.
  • Ziel ist es, mithilfe des Stabs eine gewisse Höhe – gesetzt durch eine Latte – zu überspringen. Pro Höhe haben die Athleten drei Versuche. Sie dürfen dabei die Latte nicht berühren.
  • Seit 1896 ist Stabhochsprung eine olympische Disziplin. Zumindest für Männer. Frauen mussten sich gedulden: Seit dem Jahr 2000 gibt es Frauen-Stabhochsprung an Olympia.
  • Lange dominierten die US-Amerikaner den Stabhochsprung der Herren. Doch seit einigen Jahren hält der Schwede Armand Dubplantis den Weltrekord: 6,29 Meter hoch sprang er am Leichtathletik-Meeting in Budapest im August 2025. Er hält damit den Weltrekord, und das schon zum 13. Mal!
  • Bei den Frauen hält die Russin Jelena Issinbajewa den Weltrekord: An der Weltklasse Zürich im Jahr 2009 sprang sie 5,06 Meter hoch. In der Schweiz ist Angelica Moser an der Spitze mit mit einer Höhe von 4,88 Metern (Freiluft).

«Mir ist der Stab schon gebrochen», erzählt Moser. «Ich bin damals blöd gefallen und im Spital gelandet», erzählt die Zürcherin. Sie spricht vom Trainingsunfall im Jahr 2021, als ihr Stab bei einem Sprung brach. Sie landete neben der Matte mit dem Kopf auf dem Boden. Moser verletzte sich im Rücken- und Brustbereich. Dass ein Stab bricht, passiere jedoch sehr selten.

Die Technik beim Stabhochsprung ist zentral, aber doch recht kompliziert. Das merkt Aurelia sofort beim ersten Versuch. Den Stab links halten, rechts am Stab vorbeispringen – oder war es doch umgekehrt?

Einige blaue Flecken

Für Moser ist es heute eine intuitive Sache, aber sie erinnert sich an ihre Anfänge: «Ich bin bei den ersten Versuchen immer wieder in den Stab hineingesprungen», erzählt sie. Nicht wenige blaue Flecken zierten ihren Körper in dieser Zeit.

Angelica Moser und Kinderreporterin Aurelia
Legende: Ob aus Aurelia (rechts) mal eine grosse Stabhochspringerin wird? SRF

Stabhochsprung – eine schwierige Disziplin. Doch offenbar hat Angelica Moser trotzdem grosse Freude daran. «Am meisten gefällt mir, dass ich so hoch hinaus komme. Ich komme dem Gefühl von Fliegen näher.» Zudem sei das Training sehr vielseitig und mache einfach Spass. «Für einen guten Sprung muss vieles zusammenpassen, das finde ich sehr faszinierend», sagt sie.

Aurelia kann die Faszination schon etwas nachvollziehen: «Es fühlt sich an, wie auf einem Trampolin zu springen», sagt die 11-Jährige.

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SRF 1, «SRF Kids News», 28.8.25, 17 Uhr

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