Eines steht fest: Stabhochsprung ist um Einiges komplexer und schwieriger, als es aussieht. Das merkt SRF Kids Kinderreporterin Aurelia (11) sehr schnell. «Man muss richtig gut ausbalancieren, wenn man den Stab hoch hält», sagt sie.
Angelica Moser gibt Aurelia einen Tipp: «Du kannst den Stab etwas weiter unten fassen, dann ist er weniger schwer für dich.» Die Schweizer Stabhochspringerin muss es wissen: Sie ist mehrfache Europameisterin und hat 2025 bei den Hallen-Weltmeisterschaften den dritten Platz geholt.
Verschiedene Stäbe im Einsatz
Für Aurelia ist der Sprungversuch umso schwieriger, denn der Stab ist nicht auf ihre Grösse angepasst. «Es gibt verschiedene Stäbe. Die einen sind fester, die anderen weicher, und die Grösse variiert auch. Wir wechseln die Stäbe immer wieder, auch während eines Wettkampfs», erklärt Profisportlerin Moser.
«Mir ist der Stab schon gebrochen», erzählt Moser. «Ich bin damals blöd gefallen und im Spital gelandet», erzählt die Zürcherin. Sie spricht vom Trainingsunfall im Jahr 2021, als ihr Stab bei einem Sprung brach. Sie landete neben der Matte mit dem Kopf auf dem Boden. Moser verletzte sich im Rücken- und Brustbereich. Dass ein Stab bricht, passiere jedoch sehr selten.
Die Technik beim Stabhochsprung ist zentral, aber doch recht kompliziert. Das merkt Aurelia sofort beim ersten Versuch. Den Stab links halten, rechts am Stab vorbeispringen – oder war es doch umgekehrt?
Einige blaue Flecken
Für Moser ist es heute eine intuitive Sache, aber sie erinnert sich an ihre Anfänge: «Ich bin bei den ersten Versuchen immer wieder in den Stab hineingesprungen», erzählt sie. Nicht wenige blaue Flecken zierten ihren Körper in dieser Zeit.
Stabhochsprung – eine schwierige Disziplin. Doch offenbar hat Angelica Moser trotzdem grosse Freude daran. «Am meisten gefällt mir, dass ich so hoch hinaus komme. Ich komme dem Gefühl von Fliegen näher.» Zudem sei das Training sehr vielseitig und mache einfach Spass. «Für einen guten Sprung muss vieles zusammenpassen, das finde ich sehr faszinierend», sagt sie.
Aurelia kann die Faszination schon etwas nachvollziehen: «Es fühlt sich an, wie auf einem Trampolin zu springen», sagt die 11-Jährige.