Jonas Lüscher (geb. 1976 in Zürich) wuchs in Bern auf. Nach einer Lehrerausbildung übersiedelte er nach München, wo er erst als Dramaturg tätig war, bevor er sich 2005 an der Hochschule für Philosophie München einschrieb. 2011 begann er an der ETH Zürich ein Doktorat in Philosophie.
2012 kam sein Libretto zu einer Oper von Mathis Nitschke zur Aufführung. Sein Erstling «Frühling der Barbaren» wurde für den Deutschen und für den Schweizer Buchpreis nominiert. Lüscher erhielt mehrere Auszeichnungen; für seinen zweiten Roman «Kraft» wurde er 2017 mit dem Schweizer Buchpreis geehrt.
Lesetipp
«Frühling der Barbaren» (2013). «Während Preising schlief, ging England unter»: Finanzmakler der Londoner City feiern in einem tunesischen Luxusresort Hochzeit, als der Premierminister den Staatsbankrott erklärt und die Barbarei beginnt. Kein Geld, die Kreditkarten wertlos. Am Ende geht der künstliche Palmenhain in Flammen auf. Jonas Lüschers Novelle findet starke Bilder für traurige Zustände. Sie erfasst den unerhörten Augenblick: Den Moment, in dem der grosse Kreislauf des Geldes zum Stillstand kommt. (Rainer Schaper, SRF Literatur)
Wichtigste Werke
- «Ins Erzählen flüchten. Poetikvorlesung». C.H. Beck, 2020.
- «Kraft». C.H. Beck, 2017.
- «Frühling der Barbaren». C.H. Beck, 2013.