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Filmprojektion auf das Gesicht einer Frau.
Legende: Das Kinojahr 2015 begeisterte mit Anspruch, Witz und einem Mega-Super-Gaga-Zirkus. verdoppelt/photocase.de
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Das war 2015 Die fünf besten Filme 2015

Ein intelligenter Horrorfilm, eine krude Endzeitgeschichte, ein Meisterwerk voller Altherrenwitz: Das sind Filme aus dem Kinojahr 2015, die sich in das cinephile Gedächtnis eingegraben haben.

  • 1. «Youth» von Paolo Sorrentino

    Michael Caine und Harvey Keitel als alternde Künstlerfreunde im Schweizer Luxusresort. Ein überbordendes, fellinieskes Meisterwerk zwischen Altherrenwitz, Kunstkritik und Lebensweisheit. Sorrentino hat ein Faible für lebende Bilder, für Breitleinwand-Tableaus, die seinen Schauspielern die perfekte Bühne bieten und seinem Publikum einen wehmütig nostalgischen Blick in die eigene Zukunft.
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    Opulent, ironisch, melancholisch: Trailer zu «Youth»
    Aus Kultur Extras vom 20.05.2015.
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  • 2. «Carol» von Todd Haynes

    Das autobiografisch aufgeladene lesbische Zeitenwende-Drama von Krimiautorin Patricia Highsmith bekommt von Todd Haynes einen Firnis aus purer cinematografischer Schönheit. So schön, wie die 50er-Jahre in diesem Film aussehen, sind sie nie gewesen. Rooney Mara und Cate Blanchett verweisen die «Mad Men» in ihre sexistischen Schranken und lassen perfekt geformte Eiskristalle über der Lava der Leidenschaft tanzen.
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    Zuneigung, Verletzlichkeit und Romantik: Ausschnitt aus «Carol»
    Aus Kultur Extras vom 17.05.2015.
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  • 3. «Dora oder Die sexuellen Neurosen unserer Eltern», S. Werenfels

    Die Schweizer Regisseurin Stina Werenfels hat die Anlage von Lukas Bärfuss' Theaterstück um die sexuelle Selbstbestimmtheit einer geistig Behinderten aufgefächert und weiterentwickelt. Nach 45 Minuten ist Dora sexuell und juristisch frei und selbstbestimmt. Aus den «Was wäre wenn»-Überlegungen der ersten Filmhälfte werden konkrete Probleme. Dabei fordert der Mut der Filmemacherin ebenso Respekt wie die Leistung der Darstellerinnen.
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    Beglückend und schmerzhaft: Trailer zu «Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern»
    Aus Kultur Extras vom 24.01.2015.
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  • 4. «Mad Max Fury Road» von George Miller

    Auch wenn die Endzeitgeschichte vom Kampf um die letzten Wasser- und Benzinvorräte so krud daherkommt wie in den Vorgängerfilmen: Das reine, artistische Spektakel, die zentral- und tiefenperspektivisch ausgeloteten Stunt-Einstellungen, der Mega-Super-Gaga-Zirkus der physischen Artistik sind einzigartig. In unserer Welt der computergenerierten Bildwunder geht die altmodisch gefilmte, inszenierte Tatsächlichkeit dieser Crash-Kunst völlig ungebremst unter die Haut.
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    Düster, krank und supersimpel: Trailer zu «Mad Max: Fury Road»
    Aus Kultur Extras vom 15.05.2015.
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  • 5. «It Follows» von David Robert Mitchell

    Die 19-jährige Jay wird nach spontanem Sex mit einem jungen Mann von einem Phantom verfolgt. Befreien könnte sie sich nur, indem sie ihrerseits einen neuen Sexpartner infiziert. Meilensteine im Horrorfilm sind selten, das Genre ist grundsätzlich generisch. Jenseits aller Geistergeschichten packt uns dieser Film im Alltag, ist doch die heimliche Angst jedes aufgeklärten Menschen, dass er sich täuschen könnte mit seinen Idealen. «Es folgt» ist unironischer Horror – mitten unter uns.
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    Packend und gut geschrieben: Trailer zu «It Follows»
    Aus Kultur Extras vom 18.12.2015.
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