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Abschiede 2019: Toni Morrison
Aus Kultur Webvideos vom 20.12.2019.
abspielen. Laufzeit 45 Sekunden.
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Abschiede 2019 Toni Morrison: eine Kämpferin für die Freiheit der Schwarzen

Toni Morrison widmete ihr Leben dem Schreiben gegen Rassismus in den USA. Am 5. August 2019 ist sie 88-jährig gestorben.

Morrison wurde mit ihren Werken, in denen sie den Rassismus in den USA anklagte und die sich millionenfach verkauften, zum «Gewissen Amerikas». «Ihre Romane sind durchdrungen vom Gedanken der Gleichberechtigung von Weissen und Afroamerikanern. In ihrem Engagement sah sie ihre Bestimmung als Literatin», sagt SRF-Literaturkritiker Felix Münger.

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Toni Morrison, Autorin mit visionärer Kraft
aus Passage vom 18.02.2011.
abspielen. Laufzeit 52 Minuten 58 Sekunden.

Preisgekrönte Schriftstellerin

Den Beginn ihrer literarischen Karriere markierte 1970 «Sehr blaue Augen». Im Buch beschrieb sie, was es hiess, als Schwarze aufzuwachsen. «Sehr blaue Augen» wurde ein gefeierter Erfolg. Es folgten weitere Erfolgsromane wie «Sula», «Solomons Lied», «Teerbaby», der Sklavenroman «Menschenkind», «Jazz» und das 500-Seiten-Werk «Paradies».

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«Sie schrieb mit grosser literarischer Poesie»: SRF-Literaturkritiker Felix Münger über Toni Morrison
aus Kultur-Aktualität vom 06.08.2019.
abspielen. Laufzeit 5 Minuten 13 Sekunden.

Für «Menschenkind» erhielt Morrison 1988 den Pulitzer-Preis. 1993 erhielt Morrison zudem dem Literaturnobelpreis. 2017 erschien ihr Roman «Gott, hilf dem Kind» auf Deutsch, 2018 ihre Essays «Die Herkunft der anderen: Über Rasse, Rassismus und Literatur».

Nebenbei lehrte die 1931 in der Kleinstadt Lorain im US-Bundesstaat Ohio als Chloe Wofford geborene Autorin jahrelang an der Eliteuniversität Princeton kreatives Schreiben. 2010 starb einer ihrer beiden Söhne an Krebs, ein Schicksalsschlag, mit dem Morrison lange kämpfte.

Am 5. August 2019 ist Toni Morrison im Alter von 88 Jahren gestorben.

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Lesung: Ausschnitt aus «Heimkehr» von Toni Morrison
01:06 min
abspielen. Laufzeit 1 Minute 6 Sekunden.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Schmidlin  (Queren life)
    Die Zeiten in denen man sich der Schwarzen bedient hat sind nun vorbei. Gelernt hat man indes nichts. Man bedient sich nun einfach Anderem in der gleichen Selbstverständlichkeit. Ihre tragischen Schilderungen bekommen so eine Fortsetzung. (Das Andere soll jeder selbst erkennen)
  • Kommentar von Tom Steinemann  (Tom Steinemann)
    Und in den Neunzigern war endlich auch das Nobelpreiskomitee soweit. Ihrem männlichen Vorgänger an Bedeutung und Sprachmacht, James Baldwin, blieb die wichtigste Auszeichnung versagt.
  • Kommentar von Antonio Lemos  (Tolemos)
    Diese traurige Nachricht brachte mich 1972 zu meinen Teenagerjahren in Mosambik von 1972. Als ich das Buch "Sehr blaue Augen" las, das vom damals herrschenden portugiesischen Kolonialismus verboten war.
    Sein Abgang hinterlässt eine Lücke in der Weltliteratur.