20 Jahre «Pulp Fiction»: Ein Kultfilm, der das Kino veränderte

Quentin Tarantinos zweite Regiearbeit ist immer noch seine beste. 1994 pustete er mit «Pulp Fiction» den Hollywood-Mief aus den Kinos. Mit Filmhelden die cool, statt liebenswert waren. Der Stil des Gangsterfilms wurde oft kopiert, am häufigsten vom Meister selbst. Doch ohne vergleichbaren Effekt.

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Filmschatz: «Pulp Fiction»

4:19 min, vom 26.6.2014

Vor 20 Jahren gewann Quentin Tarantino mit «Pulp Fiction» in Cannes die Goldene Palme, den wichtigsten Festivalpreis der Welt. Eine Aufsteiger-Story: Der Nerd aus der Videothek kommt im Film-Olymp an. «Pulp Fiction» wurde zum Kultfilm der 1990er-Jahre. Weltweit spielte er über 214 Millionen Dollar ein.

Coole Killer statt blasse Saubermänner

In den 1980ern waren Filmhelden vor allem nett und liebenswert. Tarantino-Helden aber sind Gangster, Rächer und andere Schattengestalten. Ihr steter Redefluss macht sie menschlich und sorgt für Komik.

Die Inspiration zu «Pulp Fiction» holte sich Tarantino von amerikanischen Groschenromanen der 1930er- und 40er-Jahre. Der Autorenfilmer hat eine Vorliebe für das Populäre und Billige als Basis seiner Erzählkunst.

Dank Tarantino gehört das Zitieren von Populärkultur im Kino mittlerweile zum guten Ton. Und kaum ein Film wird häufiger zitiert als «Pulp Fiction»: Die Gangsterfilm-Hommage ist selbst eine Ikone der Massenkultur.