«One Battle After Another» räumt ab: Der Politthriller von Paul Thomas Anderson hat gleich sechs Oscars gewonnen, darunter den Oscar als bester Film. Regisseur Anderson wurde damit nach etlichen Nominierungen erstmals selbst ausgezeichnet – sowohl als bester Regisseur als auch für das beste adaptierte Drehbuch.
Das Vampirdrama «Sinners» holte vier Auszeichnungen. Eine Schlappe setzte es für «Marty Supreme» ab. Der Film war neunmal nominiert, erhielt jedoch keinen einzigen Oscar.
Sticheleien gegen Trump: Moderator Conan O’Brien führte durch die mehr als dreistündige Show. Zum Auftakt scherzte er über Künstliche Intelligenz – er werde wohl der letzte menschliche Gastgeber der Academy Awards sein – und spielte zudem ironisch auf die politische Lage und mit einem Seitenhieb auch auf US-Präsident Donald Trump an.
Auch Jimmy Kimmel nutzt seinen Auftritt als Preisverleiher für eine politische Spitze. Als er die beiden Dokumentarfilm-Kategorien präsentiert, sagt er mit Blick auf Trump: «Oh Mann, der wird wütend sein, dass seine Frau dafür nicht nominiert wurde» – eine Anspielung auf die Dokumentation «Melania» über Melania Trump.
Und weiter: «Es gibt Länder, deren Führung die Meinungsfreiheit nicht unterstützt. Ich darf nicht sagen, welche. Sagen wir einfach Nordkorea – und CBS.» Nach der Paramount-Skydance-Fusion steht der Sender CBS unter der Kontrolle von David Ellison, der als Trump-nah gilt.
Rekordgewinner Penn als grosser Abwesender: Sean Penn (65) hat zum dritten Mal einen Oscar gewonnen – doch der Gala blieb der Schauspieler fern. Penn wurde für seine Rolle im Politthriller «One Battle After Another» als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Damit gehört Penn neben Jack Nicholson, Walter Brennan und Daniel Day-Lewis nun zu den männlichen Oscar-Rekordträgern: Kein Schauspieler hat mehr als drei Oscars gewonnen.
Laut einem Bericht der «New York Times» unter Berufung auf anonyme Quellen soll Penn nach Europa gereist sein, Ende vergangener Woche habe er vorgehabt, die Ukraine zu besuchen. Ein Sprecher äusserte sich auf Anfrage der Zeitung nicht.
-
Bild 1 von 20. Glanz, Glamour und grosse Roben: Auf dem roten Teppich der 98. Oscars zeigen sich die Stars von ihrer stilvollsten Seite – beispielsweise US-Schauspielerin Demi Moore. Bildquelle: Keystone/Gregory Bull.
-
Bild 2 von 20. Schauspielerin Anne Hathaway. Bildquelle: Getty Images/Jeff Kravitz.
-
Bild 3 von 20. Timothée Chalamet, nominiert als bester Hauptdarsteller. Bildquelle: Keystone/Jordan Strauss.
-
Bild 4 von 20. Jessie Buckley, nominiert – und gewonnen – als beste Hauptdarstellerin. Bildquelle: Keystone/Ryan Sun.
-
Bild 5 von 20. Charithra Chandran, britische Schauspielerin. Bildquelle: Keystone/John Locher.
-
Bild 6 von 20. Pedro Pascal, Schauspieler und gemäss People-Magazin der «Sexiest Man Alive». Bildquelle: Getty Images/Jeff Kravitz.
-
Bild 7 von 20. Chase Infiniti Payne, US-Schauspielerin. Bildquelle: Keystone/Gregory Bull.
-
Bild 8 von 20. Dieser Schmuck gehört zu Audrey Nuna, US-Musikerin . Bildquelle: Keystone/Gregory Bull.
-
Bild 9 von 20. Neo-Oscarpreisträger Michael B. Jordan. Bildquelle: Getty Images/Mike Coppola.
-
Bild 10 von 20. Jayme Lawson, US-Schauspielerin. Bildquelle: Keystone/Jordan Strauss.
-
Bild 11 von 20. Wunmi Mosaku, 2026 nominiert als beste Nebendarstellerin. Bildquelle: Keystone/Gregory Bull.
-
Bild 12 von 20. Spike Lee, amerikanischer Filmregisseur und Drehbuchautor . Bildquelle: Keystone/Jordan Strauss.
-
Bild 13 von 20. Schauspielerin Nicole Kidman. Bildquelle: Getty Images/Frazer Harrison.
-
Bild 14 von 20. Aus Österreich kam Schauspieler Felix Kammerer angereist. Bildquelle: Getty Images/Myung J. Chun.
-
Bild 15 von 20. Rei Ami, Musikerin aus Südkorea. Bildquelle: Keystone/Jordan Strauss.
-
Bild 16 von 20. US-Filmregisseurin Ava DuVernay . Bildquelle: Keystone/Jordan Strauss.
-
Bild 17 von 20. Arden Cho, US-Schauspielerin und Singer-Songwriterin . Bildquelle: Getty Images/Matel Horvath.
-
Bild 18 von 20. US-Broadway-Star Jeremy Pope. Bildquelle: Keystone/Ryan Sun.
-
Bild 19 von 20. In diesem Jahr zweifach für «Hamnet» nominiert: Cholé Zhao, chinesische Regisseurin. Bildquelle: Getty Images/Mike Coppola.
-
Bild 20 von 20. Teyana Taylor, US-Schauspielerin und nominiert als beste Nebendarstellerin . Bildquelle: Keystone/Jordan Strauss.
Barbra Streisand singt für Robert Redford: Barbra Streisand erinnerte mit einem bewegenden Auftritt an ihren früheren Filmpartner Robert Redford, der 2025 verstarb. Sie lobte ihn als brillanten Schauspieler und Mann mit Rückgrat. Sie vermisse ihn sehr, sagte die 83-Jährige, die einen Ausschnitt des Titelsongs aus ihrem gemeinsamen Film «So wie wir waren» sang.
Während der Verleihung wurde auch an andere verstorbene Filmschaffende erinnert, darunter Schauspielerin Diane Keaton und Regisseur Rob Reiner («Harry und Sally»), der gemeinsam mit seiner Frau getötet worden war – unter Mordverdacht steht der Sohn des Paares.
Autumn Durald Arkapaw: Erstmals ging der Oscar für die beste Kameraführung an eine Frau: Die US-Amerikanerin Autumn Durald Arkapaw wurde für «Sinners» ausgezeichnet. Die US-Filmakademie sprach von einem historischen Erfolg. Zum ersten Mal wurde auch ein Oscar für das beste Casting vergeben, der an Cassandra Kulukundis für «One Battle After Another» ging.