Schweizer Fernsehpreis Auszeichnung für «Gotthard», «Lotto» und «Bestatter»-Schauspieler

Der Schweizer Fernsehfilmpreis 2017 geht an Noémie Schmidt, Liliane Amuat, Pasquale Aleardi und Mike Müller. Damit werden drei SRF-Produktionen geehrt.

«Ich sehe jeden Tunnel, durch den ich fahre, mit anderen Augen», sagte Pasquale Aleardi nach den «Gotthard»-Dreharbeiten. Nun erhält er den Schweizer Fernsehfilmpreis für seine Hauptrolle im SRF-Spielfilm. Darin spielt er den selbstlosen italienischen Mineur Tommaso, der sich für andere Arbeiter einsetzt.

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Bildlegende: Übte für seine Rolle Hochdeutsch mit italienischem Akzent: Aleardi spielte den Draufgänger Tommaso in «Gotthard». Imago / Star Media

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«Gotthard» – das Webspecial

«Gotthard» – das Webspecial

Fakten, Anekdoten, Hintergründe: Tauchen Sie ein in die Gotthard-Welt im grossen Webspecial zum TV-Film.

Nach seiner Ausbildung an der Theaterhochschule Zürich spielte Aleardi in mehr als 80 Kino- und Fernsehproduktionen mit. Unter anderem in «Resident Evil», «Grounding» und in der Serie «Schicksalsjahre».

Der Zürcher spielte auch am New Yorker Broadway. 2014 übernahm er die männliche Hauptrolle im Musical «Chicago» am Ambassador Theatre. «Gotthard» von Urs Egger ist an den 52. Solothurner Filmtagen Teil des Schwerpunktprogramms zum Gotthard.

Spezialpreis für Bestatter

Der Spezialpreis der Jury geht an Mike Müller. «Er macht sich keine Gedanken über die Zukunft, sein Geschäft ist die Vergangenheit», sagt Müller über seine Figur Luc Conrad in der SRF-Serie «Der Bestatter». Für dessen Verkörperung wird ihm nun der Fernsehpreis verliehen.

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Bildlegende: Bestatter von Beruf und aus Berufung: Mike Müller überzeugte die Jury als Luc Conrad in «Der Bestatter». Keystone

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«Der Bestatter»

Der Bestatter sieht in die Kamera, die in einem Grab nach oben gerichtet ist.

Die 5. Staffel läuft ab dem 3.1.17 immer dienstags auf SRF 1.

Müller spielte bereits auf vielen Schweizer Theaterbühnen und verfasste eigene Theaterstücke. In den vergangenen Jahren wirkte er in einer Vielzahl von Schweizer Fernseh- und Kinoproduktionen mit («Mein Name ist Eugen», «Tell», «Dead Fucking Last»). Einem breiten Fernsehpublikum ist er aus der Satiresendung «Giacobbo / Müller» bekannt.

Amuat ist beste Nebendarstellerin

Liliane Amuat wurde als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Sie überzeugte die Jury mit ihrem Auftritt als Susanne in Micha Lewinskys «Lotto».

Nach dem Schauspielstudium am Max-Reinhardt-Seminar war die Zürcherin während vier Jahren am Burgtheater Wien engagiert.

Liliane Amuat in einer blauen Seidenjacke in «Lotto» von Micha Lewinsky. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die TV-Komödie «Lotto» wird nach der Verleihung des Schweizer Fernsehfilmpreises vorgeführt. SRF

2015 wechselt sie dann ans Theater Basel, wo sie derzeit in «Drei Schwestern» von Simon Stone zu sehen ist. Im selben Jahr spielte sie zwei Kinohauptrollen («Skizzen von Lou» und «Der Frosch»).

Als beste Hauptdarstellerin wird ausserdem Noémie Schmidt für die Rolle der Elisabeth in der spanisch-schweizerischen Koproduktion «La lumière de l’espoir» von Silvia Quer geehrt.

Drei Ehrungen für Eigenproduktionen

Drei der vier Gewinner spielen in Fernsehfilmen oder Serien des SRF mit. Damit werden drei Eigenproduktionen geehert.

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Veanstaltungshinweis

Die 52. Solothurner Filmtage finden vom 19. bis 26. Januar 2017 statt.

Der mit 10'000 Franken dotierte Schweizer Fernsehfilmpreis ehrt Schauspielerinnen und Schauspieler in Fernsehfilmproduktionen. Die von Swissperform gestifteten Auszeichnungen werden am 22. Januar im Rahmen der Solothurner Filmtage überreicht. Durch die Preisverleihung führt der Schauspieler Leonardo Nigro.

Sendung: Kultur aktuell, Radio SRF 2 Kultur, 09.01.2017, 16:30 Uhr.