80. Geburtstag Das diabolisch (gute) Grinsen des Jack Nicholson

Eine Hollywood-Legende wird 80. Was macht Nicholson so besonders? Sein Lachen. Dem kann man sich nur schwer entziehen.

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Jack Nicholson wird 80

1:33 min, vom 22.4.2017

Hoher Haaransatz, darunter buschige, eckige Augenbrauen, ein schelmischer Blick und das breite Lachen, dass eine seiner unzähligen Ex-Freundinnen einmal als sein Killer-Smile beschrieb. Das ist Jack Nicholson.

Sein Lachen ist berühmt. In ihm spiegelt sich die ganze Bandbreite seines Könnens wieder: Der rebellische Aussenseiter, der Verrückte, der charmante Dreckskerl – drei Lachen, drei Paraderollen.

Rebellisches Lachen

Jack alias McMurphy strahlt den psychologischen Leiter der Irrenanstalt an. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In «One Flew Over the Cockoo’s Nest» strahlt Jack als rebellischer Schlawiner. Imago

Provokativ und doch mitreissend – so ist Jacks Haifisch-Lächeln in «One Flew Over the Cockoo’s Nest» (1975). Er spielt das kriminelle Schlitzohr McMurphy, der sich als Verrückter ausgeben will, um so einer Gefängnisstrafe zu entgehen.

Als er tatsächlich in die psychiatrische Anstalt eingeliefert wird und ihm die Handschellen abgenommen werden, lacht er los. Fröhlich und kräftig. Da werden die weissen Zähne in ihrer ganzen Pracht gezeigt.

In der Irrenanstalt bringt er nicht nur das Leben seiner Mitinsassen durcheinander, sondern lehnt sich auch gegen die Diktatur der fiesen Oberschwester auf. Jacks Lachen im Film ist ein Symbol für Freiheit und Rebellion. Denn darum geht es in «One Flew Over the Cockoo’s Nest». Für die Rolle des Aufrührers McMurphy bekam Jack seinen ersten von drei Oscars.

Sardonisches Zähnefletschen

Jack Nicholson steckt als Charakter Jack Torrance den Kopf durch ein Loch in der Tür und grinst diablolisch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Angst einflössend dieses Feixen - «The Shining» ist nichts für schwache Nerven. Getty Images

Teuflisch und wahnhaft – so ist Jacks Lachen im Horror-Film «The Shining» (1980). Mit bis zum letzten hochgezogenen Mundwinkeln, weit aufgerissenen Augen und auf und ab hüpfenden Augenbrauen, verkörpert Jack einen Mann, der dem Wahnsinn verfällt.

Eine Szene aus dem Film schrieb Geschichte: Um seine Frau und seinen Sohn zu ermorden, schlägt er mit einer Axt ein Loch in die Zimmertür und zwängt sein Gesicht hindurch. Sein diabolisches Grinsen verformt sein Gesicht zu einer zähnefletschenden Fratze. Jack setzt den Wahnsinn brillant um. So stellt man sich das Lachen eines Psychopathen vor.

Charmantes Lächeln

Jack lächelt jemanden an (Person ist nicht im Bild). Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In «As Good As It Gets» verzaubert Jack mit seinem Lächeln eine hübsche Kellnerin. Imago

Verspielt und liebevoll – so ist Jacks Lachen in der romantischen Komödie «As Good As It Gets» (1997). Es transformiert das schon etwas furchige Gesicht. Die Zuschauerinnen zu Hause schmelzen dahin. Widerstand zwecklos.

Jack spielt einen kauzigen Zwangsneurotiker, der einer toughen Kellnerin Avancen macht. Sein Lächeln verspricht Geborgenheit und völlige Hingabe. Am Ende des Films liegen sich die beiden in den Armen. Jacks Lachen wurde in diesem Fall wieder mit einem Oscar belohnt.

Drei Lachen, drei Paraderollen, ein Jack. Happy Birthday!