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Anthony Hopkins gewinnt Filmpreis als bester Darsteller
Aus Nachrichten vom 11.12.2021.
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Europäischer Filmpreis 2021 Film über Srebrenica-Massaker ist bester Spielfilm

Das Drama «Quo Vadis, Aida?» ist der grosse Gewinner des 34. Europäischen Filmpreis. Der Film der bosnischen Regisseurin Jasmila Žbanić gewann gleich in drei Kategorien.

Bosnien, 11. Juli 1995. Die serbische Armee belagert die Stadt Srebrenica. Mittendrin ist Aida. Sie ist Übersetzerin in der UN-Schutzzone im Bosnienkrieg. Sie hat Zugang zu allerlei Informationen, weshalb sie hartnäckig versucht, ihren Mann und ihre Söhne zu retten.

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Trailer «Quo Vadis, Aida?»
Aus Kultur Extras vom 12.12.2021.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 36 Sekunden.

Feinfühlig erzählt die bosnische Regisseurin Jasmila Žbanić vom schlimmsten Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg – als serbische Einheiten die UN-Schutzzone überrannten und mehr als 8000 bosnisch-muslimische Männer und Jungen ermordeten. Ihr Film «Quo Vadis, Aida?» wurde deshalb von der Europäischen Filmakademie als bester europäischer Film des Jahres ausgezeichnet.

Das sind alle Gewinnerinnen und Gewinner:

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  • Bester Film: «Quo Vadis, Aida?» von Jasmila Žbanić

  • Beste Regie: Jasmila Žbanić («Quo Vadis, Aida?»)

  • Beste Schauspielerin: Jasna Đuričić («Quo Vadis, Aida?»)

  • Bester Schauspieler: Anthony Hopkins («The Father»)

  • Bestes Drehbuch: Florian Zeller und Christopher Hampton («The Father»)

  • Bester Dokumentarfilm: «Flee» von Jonas Poher Rasmussen

  • Bester Animationsfilm: «Flee» von Jonas Poher Rasmussen

  • Beste Komödie: «Ninjababy» von Yngvild Sve Flikke

  • Preis für Innovatives Storytelling: Steve McQueen für «Small Axe»

  • European Dicovery (Prix Fipresci): «Promising Young Woman» von Emerald Fennell

Dreifach preisgekrönt

«Quo Vadis, Aida?» siegte aber nicht nur in der Königskategorie des Besten Spielfilms, sondern auch in der Kategorie «Beste Regie» und «Beste Darstellerin» (Jasna Đuričić als Aida).

eine Frau posiert für die Kamera
Legende: Regisseurin Jasmila Žbanić widmete «Quo Vadis, Aida?» den Frauen von Srebrenica. IMAGO / Future Image

Neben «Quo Vadis, Aida?» waren als bester Spielfilm insgesamt fünf Titel nominiert: «The Father» – worin Anthony Hopkins einen demenzkranken Mann spielt und als bester Darsteller ausgezeichnet wurde – der Horror-Fantasyfilm «Titane», der Film «Abteil Nr. 6» über eine Zugreise sowie «The Hand of God» von Paolo Sorrentino über Neapel in den 1980er-Jahren.

Europäischer Filmpreis

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Der Europäische Filmpreis gilt als Europas Antwort auf den Oscar. Über die Siegerinnen und Sieger in den einzelnen Kategorien stimmen die mehr als 4'000 Mitglieder, darunter 150 aus der Schweiz, der Europäischen Filmakademie ab.

Wegen der Pandemie fiel eine grosse Verleihung erneut aus. Stattdessen gab es eine Liveschalte mit wenigen Gästen aus Berlin.

Radio SRF 4 News, 11.12.2021, 22:00 Uhr;

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