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Film & Serien «Fast and Furious»: Vin Diesel ist super, aber nicht bleifrei

Wenn ein Panzer mit 150 Kilometern über eine spanische Autobahn brettert, Autos durch die Luft wirbeln, Muskeln aus Stahl sind und Glatzen wieder in Mode kommen - dann kann das nur Eines bedeuten: «Fast and Furious» ist wieder da. Richtig - Teil 6.

Legende: Video «Fast and Furious 6» (USA 2013) abspielen. Laufzeit 00:44 Minuten.
Aus Box Office vom 19.05.2013.

Der sechste Teil setzt dort an, wo der Fünfte aufhörte: Die Crew rund Dom Toretto gespielt von Vin Diesel hat mit dem letzten gemeinsamen Coup Millionen gemacht. Verteilt quer über den Globus - fern der Auslieferung an die USA - leben die einzelnen Mitglieder ein Leben in Saus und Braus.

Ein verlockender Auftrag

Doch der Frieden währt nicht lange, denn da klingelt US-Agent Hobbs (Dwayne «The Rock» Johnson) an Doms Tür und fordert ihn und seine Crew auf, im Auftrag der nationalen Sicherheit einen letzten Auftrag zu fahren. Hobbs ist einem Team skrupelloser Elite-Fahrer unter der Führung des skrupellosen Owen Shaw (Luke Evans) auf der Spur.

In ganz Europa hat die brutale Bande bereits gewütet und weder ein Militär Konvoi noch «The Rock» persönlich konnte ihnen bisher das Handwerk legen. Schnell ist klar: Man muss die Gangster mit Ihren eigenen Waffen schlagen - mit brennenden Reifen auf Asphalt. Und es kommt noch dicker: Doms totgeglaubte grosse Liebe Letty ist auf einem Fahndungsfoto aufgetaucht - als Teil der brutalen Bande.

Unmöglich und unglaublich unterhaltsam

Panzer, Autos und fliegende Männer
Legende: Die Frage nach der Wahrscheinlichkeit kann man getrost vor der Kinotüre lassen: «Fast and Furious 6». Universal Pictures

«Fast and Furious 6» ist gross. Richtig gross. Die Autos sind schneller, die Schiessereien zahlreicher, die Dialoge prägnanter und witziger. Und Achtung: Der Film hat sogar einen richtigen Plot, unerwartete Wendungen und Überraschungsmomente Inklusive. Doch bei «Fast and Furious» ging es nie, und geht es auch dieses Mal nicht, um einen eigentlichen Handlungsstrand. Vielmehr geht es um Reifen die durchdrehen, Kugeln die knalle, Fäuste die fliegen. «Fast and the furious 6» ist kein Film für Leute, die eine realitätsnahe Rennauto-Geschichte erwarten. Will man diesen Film geniessen, dann muss man logisches Denken, biologische Grundkenntnisse und die Gesetze der Physik samt Moral über Bord werfen. 

Ein paar Beispiele gefällig?

Die Helden wirbeln immer mal wieder meterweit durch die Luft, fallen Treppen hinunter wie Gummibälle und spazieren förmlich durch dichten Kugelregen - unbeschadet. Genauso wie Muskeln sind hier auch sämtliche Knochen und inneren Organe aus Stahl.

Strassen sind stets leer, wenn eine Verfolgungsjagd beginnt. Auch um zehn Uhr abends läuft kein einziger unschuldiger Passant, geschweige denn ein Kind, durch London.

Vin Diesel trägt ein zentnerschweres Kreuz um den Hals, hält statt der anderen Wange aber höchstens den Gewehrlauf hin. Korruption und Selbstjustiz sind nicht nur kein Tabu, sondern der wichtigste Teil polizeilicher Arbeit.

Vin Diesel im Mustang vor weiblichen Fans
Legende: Action, Adrenalin und Testosteron: in «Fast and Furious» ist Diesel super. Universal Pictures

Frauen sind im «F&F»- Universum generell entweder böse, oder aber sehr sexy, langhaarig und auf alle Fälle auswechselbar. Und dann wäre da noch der überdimensionale Panzer welcher es auf eine Geschwindigkeit von schätzungsweise 150km/h bringt - in 10 Sekunden.
 
«Fast and the Furious 6» ist schlicht und einfach unrealistisch und politisch unkorrekt. Man kann sich darüber aufregen, muss man aber nicht. Wer Ersteres wählt, sollte sich denn Kinobesuch sparen. Sobald man sich aber mit obigen Tatsachen abgefunden hat, ist «F&F 6» ein grandioser und sehenswerter Actionfilm. 

Kein Ende in Sicht

«F&F 6» läuft also im Kino - und wie geht`s weiter? Fans seien an dieser Stelle beruhigt: Nach dem Abspann des sechsten ist bereits der Grundstein für den siebten Film gelegt. Im Sommer 2014 soll dieser bei uns anlaufen.
So viel sei bereits verraten: Ein weiterer Hollywood Action Held steigt dafür als Vin Diesels Konkurrent hinters Steuer. Das Rennen wird kein Leichtes werden, denn mit schnellen Transportern kennt sich dieser Muskelberg bereits bestens aus.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Manuel Hauri, Bümpliz
    Hollywood sollte haftbar gemacht werden! Mit 18-jährigen hab ich einst den ersten Film von "F & F" geschaut. Schon damals war klar, zu was das führt. Ich sah wie z.B. Jungs reagierten. Sie fanden alles so obercool und den ganzen Scheiss von Rennen auf Autobahnen etc. selbstverständlich zum "Spiel" gehörend und die Guten waren ja die Schnellsten. Ich frag mich, warum geht bei all dem Gezeter über Rasertote niemand den Verursachern und Vorbildern an den Kragen? - Bravo, 4 Sterne!
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    1. Antwort von K. Steiner, Freiburg
      Guten Tag, die Diskussion um Vorbilder von Actiongames und -Filmen geht mir und allen anderen Liebhabern dieses Genre gewaltig auf die Nerven. Man kann kein Studio verantwortlich dafür machen, wie ein Mensch mit ihrem Inhalt umgeht. Rasertote, Amokläufer, das ist tragisch, da gebe ich Ihnen recht! Aber die Verantwortung liegt bei jedem einzelnen, ob er das Adrenalin im Kinosaal lässt oder es auf der Strasse verpuffen muss. Dafür können die Studios REIN GAR NICHTS!
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