Film-Tipp des Tages: «2 Tage New York»

Nach der Trennung von Jack lebt die von ihr gespielte Marion mit Sohn und Radiomoderator Mingus (Chris Rock) in New York. Als Marions Vater mit Anhang aus Paris auf Besuch kommt, wird das durchorganisierte Leben der Patchworkfamilie gehörig auf den Kopf - und durchaus auch in Frage - gestellt.

Sechs Personen sitzen an einem Tisch und Essen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Julie Delpy als Marion, Talen Ruth Riley als Willow, Chris Rock als Mingus, Malinda Williams als Elizabeth, Albert De... SRF/Xenix Filmdistribution

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Sendeplatz

Sonntagnacht um 22:10 Uhr auf SRF zwei

Nach ihrer Trennung von Jack (Adam Goldberg) lebt die Französin Marion (Julie Delpy) mit ihrem gemeinsamen Sohn in New York. Sie teilt sich das winzige Apartment mit dem neuen Mann in ihrem Leben, dem Radiomoderator Mingus (Chris Rock), und dessen kleiner Tochter.

Die beiden könnten gegensätzlicher nicht sein: Sie, die chaotisch-temperamentvolle Französin, er der wohl organisierte, harmoniebedürftige US-Amerikaner. Streitereien sind an der Tagesordnung, doch als sich Besuch aus Paris ankündigt, droht dem Alltag der Patchwork-Familie die endgültige Zerreissprobe: Marions Vater (Albert Delpy) steht mit ihrer Schwester Rose (Alexia Landeau) und deren Freund Manu (Alex Mahon) vor der Tür, notabene einem der vielen Exfreunde von Marion.

Wortgefechte über Sex, Gott und die Welt

Während der eben verwitwete Vater zum Überleben in Übersee einen halben Lebensmittelladen anschleppt, und Manu alle Afroamerikaner für Dealer hält, entpuppt sich Rose als eifersüchtige Exhibitionistin mit nymphomanischen Zügen: Bevorzugt leicht bekleidet stolziert sie durch das Apartment und macht sowohl Mingus als auch dem Nachbarn (Dylan Baker) schöne Augen.

Während Letzterer einem Flirt durchaus nicht abgeneigt ist, versucht sich Mingus so gut wie möglich zurückzuziehen. Doch die Rückzugsorte in den eigenen vier Wänden sind knapp bemessen - und die unablässigen Wortgefechte der französischen Gäste über Sex, Gott und die Welt bringen die ohnehin labile Beziehung zwischen ihm und Marion endgültig ins Schwanken.

Nach dem vergnüglichen «2 Days in Paris», in dem der US-Amerikaner Jack in Frankreich an der Seite der Französin Marion einen Kulturschock erlebte, lässt Julie Delpy im Nachfolgefilm «2 Days in New York» erneut voller Freude die Kulturen aufeinanderprallen. Die Französin Delpy, als temperamentvolle Celine in Richard Linklaters «Before...»-Trilogie längst in die Filmgeschichte eingegangen, führte bei der Multikultikomödie Regie und zeichnete auch für das Drehbuch verantwortlich.

SRF zwei zeigt «2 Days in New York» als Free-TV-Premiere in Zweikanalton.