Film-Tipp des Tages: Der gestiefelte Kater

Der gestiefelte Kater, beliebte Nebenfigur in den «Shrek»-Filmen, brilliert als Star seiner eigenen Geschichte: Bevor er Shrek traf, hatte er nämlich einige Abenteuer zu bestehen. Witzige Animation.

Zwei Computeranimierte Katzen in Stiefeln und Hüten im Schwertkampf gegeneinander. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Duell zwischen ebenbürtigen Gegnern SRF/DreamWorks

Zusatzinhalt überspringen

Sendeplatz

Weihnachten um 20:00 Uhr auf SRF zwei.

Der gestiefelte Kater (deutsche Stimme: Benno Fürmann) ist stolz auf seine unzähligen Übernamen wie «flauschiger Don Juan» oder «der rote Rabauke». Im ganzen Land ist er als gesetzloser Tunichtgut gefürchtet. Als junger Kater wurde er von seinem besten Freund, dem Ei Humpty Dumpty (Elton), zu viel Unfug verleitet und schliesslich zu einem Bankraub angestiftet.

Seitdem ist der Kater auf der Flucht und will nichts mehr mit Humpty zu tun haben. Denn er sieht sich als Ehrenmann und kann dem Freund nicht verzeihen, dass dieser seinen Namen beschmutzt hat. So zieht er mit Schlapphut und Stiefeln allein als Outlaw durch die Lande, stets auf der Suche nach Abenteuern - und nach den mysteriösen Zauberbohnen, die eine Ranke in den Himmel zu einem legendären Schatz wachsen lassen. In einem Lokal erfährt der Kater, dass das Gaunerpärchen Jack (Christian Berkel) und Jill (Andrea Sawatzki) im Besitz der Bohnen ist, diese jedoch strengstens bewacht. Er beschliesst die beiden zu überlisten.

Kater gegen Katze

Dabei kommt ihm jedoch ein anderer Kater in die Quere. Es beginnt eine wilde Verfolgungsjagd quer durch das Städtchen San Ricardo. Sie endet in einem wilden Tanz - und der andere entpuppt sich als attraktive Katzendame Kitty Samtpfote (Carolina Vera Squella). Wie sich herausstellt, macht Kitty gemeinsame Sache mit seinem altem Erzfeind: Humpty Dumpty. Dieser will ihn, mithilfe von Kittys Charme, dazu überreden, ihnen zu helfen, die Zauberbohnen zu stehlen.

Der Kater will zunächst nichts davon wissen. Erst nachdem er Kitty seine ganze Leidensgeschichte erzählt und ihr klargemacht hat, dass er nur mitmacht, wenn er damit die Schulden begleichen bei der von ihm ausgeraubten Bank begleichen kann, lässt er sich dazu überreden. Tatsächlich gelingt es den beiden Katzen und dem Ei die Zauberbohnen in Teamarbeit zu entwenden. Doch kaum ist der Schatz zum Greifen nahe, wird klar, dass der gestiefelte Kater sich leichtgläubig auf einen schlechten Deal eingelassen hat.

Der deutsche «Film-Dienst» lobt, «mit welchem Einfallsreichtum und welch grossartigen Kamerafahrten über die Totalen von Wüste und Weltraum diese unterhaltsame Jagd nach Zauberbohnen und Goldeiern befeuert wird.» Und er verweist auf die unglaubliche Fülle an Ideen und popkulturellen Zusammenhängen, die der Film bietet: «Ähnlich wie bei »Shrek« öffnet DreamWorks also auch hier wieder ein grosses Bilderbuch westlicher Sagen- und Märchenstoffe und Referenzen, die bis in die Moderne reichen. Kreativ und clever taucht ein recht buntes Bouquet detailliert animierter und durchdachter Figuren auf.»