Film-Tipp des Tages: «Der Medicus Teil 1»

Aus der finsteren mittelalterlichen Welt Londons gerät der junge Rob Cole auf abenteuerlichen Wegen ins persische Isfahan, wo er sich zum Medicus ausbilden lassen will. Bestsellerverfilmung mit Ben Kingsley, Tom Payne, Olivier Martinez und Emma Rigby. Teil 2 folgt am Dienstag um 22.25 Uhr auf SRF 1.

Zwei Gaukler. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bieten ihre Heilkräfte feil: Stellan Skarsgård als Bader (sitzend),Tom Payne als Rob Cole. SRF/ARD Degeto/UFA Cinema

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Sendeplatz

Montagnacht um 22:25 Uhr auf SRF 1

Rob Cole (Tom Payne) kann das Ableben seiner Mutter nicht verhindern, obwohl er ihren nahenden Tod schon vor Eintritt erfühlen konnte - eine besondere Gabe, die Rob sein ganzes Leben antreiben wird, um die Heilkunst zu erlernen. Unterschlupf findet der Waise bei einem umherfahrenden Bader (Stellan Skarsgard). Dieser weiht ihn in die wenig zimperliche wie auch rudimentäre Heilkunst der «kleinen Leute» ein: So werden beispielswiese Hämorriden mit glühender Eisenstange ausgebrannt. Mit einem faulen Backenzahn wird ebenso verfahren. Offene Wunden? Auch da wird mit glühender Eisenstange hantiert.

Opulenter Bildersturm

Die Jahre ziehen ins Land, und Rob ist schon ein junger Mann, als er vom legendären Medicus Ibn Sina (Ben Kingsley) hört, der in Isfahan an einer Universität lehrt. Von Wissensdurst und Neugier angetrieben bricht er als Jude getarnt nach Persien auf, um sich als Heiler ausbilden zu lassen. Eine abenteuerliche Reise beginnt, auf der er auch der schönen Rebecca (Emma Rigby) begegnet.

Regisseur Philipp Stölzl adaptierte Noah Gordons 900 Seiten umfassenden Historienroman aus dem Jahre 1986 zu einem opulenten wie dichten Bildersturm. Gelungen ist ihm ein Abenteuerfilm, der sich nicht hinter seinen artverwandten Hollywoodproduktionen verstecken muss: Atemberaubende Wüstenlandschaften wechseln sich mit der düsteren Mittelalterwelt Grossbritanniens ab.

Souverän gibt Ben Kingsley den Medicus Ibn Sina, die Lacher indessen räumt Stellan Skarsgard als Bader mit kauzigem Charme ab, während Olivier Martinez in seiner Rolle als gockeliger Shah Ala ad Daula richtiggehend aufblüht.