Film-Tipp des Tages: «Die Dinge des Lebens»

Ein Mann zieht angesichts des Todes seine Lebensbilanz. Michel Piccoli verkörpert einen Pariser Architekten, der nach einem Autounfall schwer verletzt ins Spital gebracht wird und sich in bruchstückhaften Erinnerungsbildern der Menschen und Dinge bewusst wird, die ihm im Leben etwas bedeutet haben.

Ein Mann mit Zigarette im Mund sitz am Steuer eines Autos. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Michel Piccoli als Architekt Pierre Bérard. SRF/Telepool München

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Sendeplatz

Montagnacht um 00:40 Uhr auf SRF 1

Pierre Bérard (Michel Piccoli), Architekt aus Paris, hat seine Frau Cathérine (Léa Massari) und sein Heim verlassen. Mit der jungen Hélène (Romy Schneider) möchte er ein neues Leben beginnen. Aber da kommt es zum Streit. Pierre schreibt einen Abschiedsbrief an die Geliebte, doch bevor er ihn abschickt, nimmt sein Leben ein abruptes Ende. Auf der Nationalstrasse von Paris nach Rennes versperrt ein Lastwagen die Kreuzung. Mit grosser Geschwindigkeit rast Pierre Bérard gegen das Hindernis, kommt von der Strasse ab, prallt gegen einen Baum, wird aus dem Fahrzeug geschleudert und schwer verletzt ins Spital gebracht.

Als er wieder zu sich kommt, spürt er kaum Schmerzen. Zwischen Phasen der Bewusstlosigkeit suchen ihn Erinnerungsfetzen heim, Bilder aus glücklichen Tagen mit seiner Frau und seinem Sohn Bertrand (Gérard Lartigau), aber auch Bilder seines Zusammenseins mit der Geliebten. Den Brief, den er ihr geschrieben hat, möchte er am liebsten zerreissen. Als seine Frau Cathérine in der Klinik eintrifft, ist Pierre bereits gestorben. Sie findet seinen Brief, der ihr die tröstliche Gewissheit gibt, dass ihr Mann auf dem Weg war, zu ihr zurückzufinden.

Regisseur Claude Sautet, dem mit «Les choses de la vie» der Durchbruch gelang, sagte später: «Beim Drehen dieses Films bin ich mir bewusst geworden, dass ich da nichts anderes getan habe, als das Potenzial zweier passionierter Schauspieler auszubeuten. Auf solche Potenzen stösst man heute in Frankreich nur noch selten.