Film-Tipp des Tages: «Die Vergessenen»

Julianne Moore brilliert in diesem Film als Mutter, die um ihren toten Sohn Sam trauert. Als von ihrem Ehemann und ihrem Psychiater Sams Existenz in Frage gestellt und der Wahnvorstellungen bezichtigt wird, setzt sie alles daran herauszufinden, was mit ihrem Knaben geschehen ist.

Zwei Schauspieler machen sich gemeinsam auf die Suche nach der Wahrheit. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Machen sich gemeinsam auf die Suche nach der Wahrheit: Julianne Moore als Telly Paretta, Dominic West als Ash Correll. SRF/SONY PICTURES

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Sendeplatz

Dienstag um 23:50 Uhr auf SRF zwei.

Telly Paretta (Julianne Moore) trauert um ihren Sohn Sam, der vor 14 Monaten bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Jeden Tag schaut sie sich Fotos, Videobänder und Zeitungsausschnitte ihres Knaben an. Wegen ihrer anhaltenden Depression ist sie bei Doktor Munce (Gary Sinise) in Behandlung. Ihr Mann (Anthony Edwards) steht ihr in der schweren Zeit bei - im Gegensatz zu ihr scheint er den Verlust aber bestens verkraftet zu haben.

Dann verschwinden plötzlich die Erinnerungsstücke an Sam. Videos, Fotos, Zeichnungen sind nach und nach nicht mehr auffindbar. Und Doktor Munce behauptet, Sam habe es gar nie gegeben, er existiere bloss in ihrer Imagination. Auch ihr Ehemann leugnet seine Existenz und ist überzeugt, dass Telly an Wahnvorstellungen leidet. Sie ist verwirrt und verzweifelt.

Als sie auf einem Spielplatz dem ehemaligen Hockeyspieler Ash (Dominic Ash) begegnet, glaubt sie in ihm einen Leidensgefährten zu erkennen: Seine Tochter sass im selben Flugzeug wie Sam. Zuerst streitet Ash dies jedoch ab. Erst als Telly bei ihm zu Hause die Tapeten von den Wänden reisst, hinter denen sie bunte Kinderzeichnungen freilegt, und ihn zwingt, den Namen seiner Tochter auszusprechen, beginnt er sich zu erinnern. Doch da hat er schon die Polizei alarmiert, und Telly wird von dubiosen Männern abgeführt. Nun setzt er alles daran, sie zu befreien. Gemeinsam fliehen sie und versuchen herauszufinden, was mit ihnen und ihren Kindern geschehen ist.

Der «Film-Dienst» nennt «The Forgotten» einen spannend inszenierten und beklemmend gespielten Mystery-Thriller, einen Albtraum «an der Grenze des Wahnsinns, der durch die herausragende Hauptdarstellerin auch den Zuschauer in den Sog der Verunsicherung zieht. Meisterhaft gelingt es Regisseur John Ruben, ihr Gefühl der Verlorenheit zur gespenstischen, beklemmenden Gesamtatmosphäre auszuweiten».