Film-Tipp des Tages: «Driften»

Robert will nach vier Jahren Gefängnis ein neues Leben beginnen. Bei einem Raserrennen hat er ein Mädchen tot gefahren. Fest entschlossen, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen, kehrt er zu seinen Eltern zurück. Alles läuft gut, bis ihn das Schicksal mit einer älteren Frau zusammenführt.

Robert auf Erkundungstour. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Robert auf Erkundungstour. Copyright SRF/Lang Film Produktion

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Sendeplatz

Mittwochabend um 22:55 Uhr auf SRF 1.

Robert will ein neues Leben beginnen. Seine Sucht nach dem Rausch der Geschwindigkeit hatte in ins Gefängnis gebracht. Geläutert kehrt er ins Haus seiner Eltern zurück und kann sogar eine Ausbildung beginnen.

Faszinierende Begegnung

Kurz nach der Rückkehr entdeckt er im Tram eine etwa zehn Jahre ältere Frau. Er entwickelt eine unverständliche Faszination für sie und will sie kennenlernen. Um ihr näher zu sein, besucht er kurzentschlossen Englischstunden bei ihr. Daneben versucht Robert, im Leben wieder Fuss zu fassen. Er nähert sich erneut seiner Freundin und sucht den Kontakt mit der alten Clique. Doch alte Schuldgefühle machen sich bemerkbar, und seine ehemaligen Kollegen setzten ihn unter Druck.

Beeindruckendes Psychogramm

Mit «Driften hat» Karim Patwa ein Psychogramm zweier Menschen geschaffen, die auf tragische Art und Weise miteinander verbunden sind. In Max Hubacher (der Verdingbub) hat Patwa einen Schauspieler gefunden, der die Zerrissenheit von Robert beeindruckend verkörpert. Ebenso intensiv spielt Sabine Timoteo, die Mutter und Englischlehrerin Alice, die ihr Kind verloren hat. Unter der höflichen Oberfläche blitzen immer wieder Trauer und Wut über den Verlust des Kindes durch.