Film-Tipp des Tages: «Endstation Sehnsucht»

Blanche DuBois versucht, mithilfe des Alkohols ihre Vergangenheit zu vergessen, und sucht Zuflucht bei ihrer Schwester. Doch ihr brutaler Schwager zerstört ihre Freundschaft mit dem schüchternen Mitch und damit ihre Hoffnung auf eine glücklichere Zukunft.

Blanche, mit verängstigtem Blick, fasst sich mit der rechten Hand ins Gesicht. Stanley steht hinter ihr und redet auf sie ein. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vivien Leigh als Blanche, Marlon Brando als Stanley. SRF/Warner Bros.

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Sendeplatz

Donnerstagnacht um 00:20 Uhr auf SRF 1

Mit der Strassenbahn, die an der Station «Sehnsucht» endet, fährt Blanche DuBois (Vivien Leigh) in das alte französische Viertel von New Orleans, wo ihre Schwester Stella (Kim Hunter) und ihr Schwager Stanley Kowalski (Marlon Brando) in ärmlichen Verhältnissen leben. Stella ist entsetzt über Blanches überspanntes, hysterisches Wesen, freut sich jedoch über ihren Besuch.

Ganz anders ihr Mann: Stanley begegnet seiner Schwägerin von Anfang an mit Abneigung und Misstrauen und quält sie mit Fragen nach dem verlorenen Familienbesitz. Sein brutales Temperament führt immer wieder zu handgreiflichen Auseinandersetzungen. Blanche macht gegenüber ihrer Schwester keinen Hehl daraus, dass sie ihren Mann für einen verachtenswerten Barbaren hält. Doch Stella, die mit ihrem ersten Kind schwanger ist, liebt ihn trotz seines ungehobelten Wesens.

Als sich zwischen Blanche und Stanleys schüchternem Freund Mitch (Karl Malden) eine Beziehung anbahnt, setzt Stanley alles daran, diese Freundschaft zu verhindern. Er stellt Nachforschungen über Blanches Vergangenheit an und bringt dabei Ereignisse ans Licht, die sie mit aller Macht zu verdrängen sucht. Er zerstört damit ihre letzte Hoffnung auf ein neues Leben mit Mitch und stürzt sie bald vollends in die Katastrophe.

Tennessee Williams' psychologisches Drama «A Streetcar Named Desire» gehört zu den Klassikern des modernen amerikanischen Theaters. Elia Kazan inszenierte die Uraufführung des Stücks 1947 am Broadway und übernahm die erste Verfilmung vier Jahre später. Seine atmosphärisch dichte und schauspielerisch brillante Umsetzung des Stoffs wurde mit zwölf Oscar-Nominierungen belohnt.