Film-Tipp des Tages: «Ghost – Nachricht von Sam»

Um seine Geliebte vor einem Killer zu retten, kehrt ein ermordeter Wallstreet-Banker auf die Erde zurück. Er hat allerdings einige Mühe, sich als Geist bemerkbar zu machen, und muss eine Hellseherin zu Hilfe rufen.

Zwei Männer stehen vor einer Wand und blicken in die gleiche Richtung. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Patrick Swayze als Sam Wheat, Vincent Schiavelli als Subway-Ghost. SRF/SevenOne International

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Sendeplatz

Dienstagnacht um 23:55 Uhr auf SRF zwei

Der Wallstreet-Banker Sam Wheat (Patrick Swayze) und die Künstlerin Molly Jensen (Demi Moore) sind ein glückliches Paar. Eben haben sie in New York eine neue Loft-Wohnung bezogen. Bei den Renovierungsarbeiten hilft ihnen Carl Brunner (Tony Goldwyn), der als Angestellter in Sams Abteilung arbeitet.

Sam und Mollys Glück ist von kurzer Dauer. Nach einem abendlichen Theaterbesuch wird Sam auf offener Strasse von einem Räuber angegriffen. Sam wehrt sich, da fällt ein Schuss. Als Sam die Augen wieder öffnet, sieht er Molly vor einem leblosen Körper knien. In dem Toten erkennt er sich selbst. Er kann aber immer noch fühlen, denken und sehen, und es wird ihm bewusst, dass er ein Geist ist. Unsichtbar für die Welt, hält Sam sich weiterhin in Mollys Nähe auf. Sein Bedürfnis, sich ihr mitzuteilen, ist enorm: Er möchte ihr gestehen, wie sehr er sie geliebt hat. Zu Lebzeiten brachte er nämlich keine Liebeserklärung über seine Lippen.

Aus der Schwindlerin wird ein echtes Medium

Bald aber hat er einen viel wichtigeren Grund, mit Molly zu kommunizieren: Sam hat seinen Mörder und dessen Hintermann identifiziert und weiss, dass sie auch Molly im Visier haben. Er muss mitansehen, wie der Killer versucht, in Mollys Wohnung einzudringen. Verzweifelt sucht Sam nach einer Möglichkeit, Molly zu warnen.

Durch Zufall wird Sam Zeuge einer Séance bei der Hellseherin Oda Mae (Whoopi Goldberg). Oda Mae ist – das weiss sie selbst am besten – kein Medium, sondern eine Schwindlerin, die ihre Klienten mit geschicktem Brimborium zu täuschen versteht. Umso erstaunter ist sie, als plötzlich ein echter Geist mit ihr Kontakt aufnimmt. Sie ist die Einzige, die in der Lage ist, Sam zu hören, auch wenn sie zunächst angstvoll versucht, das zu leugnen. Aber Sam lässt ihr keine Ruhe.

Sanfte Töne statt Klamauk

Jerry Zucker hat sich als Teil des Produzententrios Zucker/Abrahams/Zucker und mit Filmen wie «Die nackte Kanone» oder «Hot Shots» zum eigentlichen Spezialisten für derben Klamauk entwickelt. In «Ghost», seiner ersten im Alleingang realisierten Arbeit, schlug er allerdings sanftere Töne an – mit Erfolg, denn die übersinnliche Romanze mit Krimitouch wurde zu einem der populärsten Filme des Jahres 1990 und ist bis heute ein Evergreen für Liebhaber des Genres geblieben.

Der Film wurde für fünf Oscars nominiert und erhielt deren zwei. Einer ging an das Drehbuch von Bruce Joel Rubin, der unter anderem auch das Buch für «Deep Impact» verfasste. Den anderen erhielt Whoopi Goldberg als beste Nebendarstellerin.