Film-Tipp des Tages: Keinohrhasen

Ein egoistischer Weiberheld verliebt sich in eine verschrobene Kindergärtnerin und muss sich seinen Gefühlen stellen. Komödienhit von und mit Til Schweiger.

Ein Mann und eine Frau kuscheln im Bett. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ungewohnte Zweisamkeit. SRF/Warner Bros.

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Sendeplatz

Dienstag um 20:00 Uhr auf SRF zwei.

«Das Blatt»-Klatschreporter und Frauenheld Ludo (Til Schweiger) ist überall dort, wo es in Berlin abgeht. Stets im Schlepptau mit dabei hat er seinen besten Kumpel, den Fotografen Moritz (Matthias Schweighöfer). Um an eine heisse Story zu kommen, ist Ludo jedes Mittel recht. Doch eines Tages treibt er es zu weit: Als er sich auf höchst spektakuläre Weise Zugang zu Wladimir Klitschkos Verlobungsparty mit Yvonne Catterfield verschafft, landet er erstens auf der Nase und zweitens vor Gericht. Sein cholerischer Chefredaktor (Rick Kavanian) ist fuchsteufelswild, und die Richterin straft ihn gnadenlos ab für sein unreifes Verhalten. Sie brummt ihm acht Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung auf, die er in 300 Stunden sozialer Arbeit abarbeiten muss.

Widerwillig tritt Ludo seinen Dienst in einem städtischen Kinderhort an, wo ihn die Kindergärtnerin Anna schon erwartet. Während er sich im ersten Moment partout nicht an die eher unscheinbare Anna erinnern kann, erkennt sie ihn auf Anhieb. Als Achtjährige - mit Zahnspange und Riesenbrille - war sie sein bevorzugtes Spottobjekt im Dorf, wo die beiden gemeinsam aufwuchsen. Die Demütigungen von damals zahlt sie ihm nun heim und macht ihm das Leben schwer, wo sie kann. Ludo kann sich nicht wehren, ansonsten droht sie ihm mit dem Bewährungshelfer. Doch erstaunlicherweise beweist Ludo ein gutes, wenn auch ungewöhnliches Händchen mit Kindern. Und die ewigen Zänkereien bringen die beiden bald näher zusammen, als sie es sich vorerst eingestehen wollen.

Einer der erfolgreichsten deutschen Filme aller Zeiten

«Keinohrhasen» steht in Deutschland auf Platz zehn der Bestenliste der erfolgreichsten deutschen Filme aller Zeiten, und auch in der Schweiz konnte die romantische Komödie einen Besucherrekord verbuchen. Für Til Schweiger, der als Produzent, Regisseur, Hauptfigur und Koautor fungierte, war es nach «Der Eisbär» und «Barfuss» sein dritter Film in Eigenregie. Zum ersten Mal stand er dabei gemeinsam mit seinen vier Kindern vor der Kamera. Seine jüngste Tochter Emma konnte ihre Nebenrolle als Cheyenne-Blue im Sequel «Zweiohrküken» weiter ausbauen und war in Schweigers letztem Projekt «Kokowäh» in einer Hauptrolle zu sehen.

In weiteren Rollen überzeugen Nora Tschirner als quirlig-verschrobene Kindergärtnerin, die deutsche Nachwuchshoffnung Matthias Schweighöfer als naiver Fotograf, Bully-Herbig-Mitstreiter Rick Kavanian als Chefredaktor, stets nah am Herzinfarkt, und Jürgen Vogel mit einem urkomischen Cameo-Auftritt als er selber, eben zurück aus Los Angeles - mit Haarimplantat und blendend weissen Zähnen.