Film-Tipp des Tages: «O Samba»

Brasilien lebt zum Rhythmus des Samba. Er verkörpert das überschäumende Lebensgefühl eines Landes, dessen Wurzeln nach Afrika und in die Geschichte der Sklaverei zurückreichen. Der Dokumentarfilm von Georges Gachot begleitet die Samba-Schule Vila Isabel bei ihrer Vorbereitung auf den Karneval.

Sechs Frauen und ein Mann posieren zusammen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Martinho da Vila mit drei Töchtern (Mart'nalia, Maira, Freitas), Sängerin Paula Lima & Sängerin Fernanda Abreu. SRF/Gachot Films

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Sendeplatz

Mittwochnacht um 00:10 Uhr auf SRF 1

Was ist Samba? Was bedeutet er den Brasilianerinnen und Brasilianern? Der Film lädt ein zu einer Entdeckungsreise in die gelebte Sambakultur Brasiliens. Samba kann nicht einfach auf Tanz und laszive Hüftschwünge reduziert werden. Samba ist auch Wort, Sprache, Text, Poesie – einfach gesagt: ein Lebensstil. Er ist Kitt und Utopie einer multikulturellen Gesellschaft voller Gegensätze. In den Sambaschulen treffen sich Jung und Alt, Reich und Arm, Weiss und Schwarz.

Ein Mädchen trommelt, dahinter spielt ein Junge Fussball. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ana Beatriz, Schülerin Samba-Schule «Vila Isabel» SRF/Gachot Films

Türöffner und Hauptperson ist der charismatische Komponist und Sänger Martinho da Vila. Als Gründer und Leiter der bekannten Sambaschule Vila Isabel – eine von über vierzig Schulen in Rio de Janeiro – ist er in seiner Heimat zum Superstar geworden. Die Schule hat im gleichnamigen Viertel von Rio ihr Quartier und zählt Tausende von Mitgliedern. Viele von ihnen treffen sich mehrmals pro Woche in der Gemeindehalle, um für das grosse Ziel zu üben: den Auftritt im Sambodrom während des Karnevalsdefilees.

Der Dokumentarfilmer Georges Gachot hat die Vorbereitungen über ein Jahr lang mit der Kamera begleitet.