Film-Tipp des Tages: «Premium Rush»

Ein Briefumschlag, den der Velokurier Wilee nach Chinatown bringen soll, erregt die Aufmerksamkeit des korrupten Cops Bobby Monday und einer chinesischen Untergrundorganisation. Eine spektakuläre Hetzjagd quer durch die Strassenschluchten Manhattans beginnt.

Ein Mann und eine Frau reparieren einen Fahrradreifen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Joseph Gordon-Levitt als Wilee, Dania Ramirez als Vanessa. SRF/Columbia Pictures Industries, Inc.

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Sendeplatz

Samstag um 21:55 Uhr auf SRF zwei

Velokurier Wilee (Joseph Gordon-Levitt) liebt nichts so sehr wie mit seinem Fixie – einem Rad ohne Gänge und Bremsen – in halsbrecherischem Tempo durch die Strassenschluchten Manhattans zu sausen. Die Strasse zieht der promovierte Jurist jedem Büro oder Gerichtssaal vor, denn er ist ein Adrenalinjunkie, der die Herausforderung liebt und dessen Gehirn jeweils kurz, bevor er ein Rotlicht überfährt, mit mathematischer Präzision alle Unfallmöglichkeiten ausrechnet.

Doch als er eines Abends als letzten Auftrag des Tages einen Briefumschlag von Nima (Jamie Chung), der chinesischen Mitbewohnerin seiner Freundin, entgegennimmt, weiss er noch nicht, dass er trotz seiner mentalen und körperlichen Fähigkeiten bald aufs äusserste gefordert sein wird.

«Akrobatischer Umgang mit Fahrrädern»

Kaum macht sich Wilee nämlich auf den Weg durch den Abendverkehr nach Chinatown, ist ihm einer dicht auf den Fersen. Bobby Monday (Michael Shannon), ein korrupter und spielsüchtiger Cop, setzt alles daran, den Umschlag in die Hände zu bekommen, bevor dieser den Adressaten erreicht. Er gerät mit Wilee aneinander und will ihm diesen abnehmen – zuerst mit List, dann mit Gewalt.

Wilee beschliesst entnervt, die Lieferung abzugeben. Ein rivalisierender Fahrradkurier übernimmt. Doch dann stellt sich heraus, dass der Umschlag eine sogenannte Hawala-Geldtransakation darstellt, die dafür sorgen soll, dass das Kind der Chinesin in die Vereinigten Staaten einreisen darf. Wilee und seine Freunde vom Velokurierdienst geraten zwischen alle Fronten.

Der deutsche «Film-Dienst» lobt: «Rasant inszenierter und montierter Actionfilm, der seine recht einfach konstruierte Handlung als Gerüst für fulminante physische Action nutzt, die weniger von digitalen Effekten als von bravourösen Stunts lebt. Das genretypische Element der Verfolgungsjagd fokussiert auf den akrobatischen Umgang mit Fahrrädern im Zusammenspiel mit der Stadtlandschaft und dem Verkehrschaos in New York. Geerdet durch gute Darsteller und einen geschickten Umgang mit der erzählten Zeit, bietet der Film temporeiche Unterhaltung.»