Film-Tipp des Tages: «RocknRolla»

Als kleine Fische wagen sich drei Gangster ins Haifischbecken des Londoner Immobilienbusiness. Nachdem sie einen Millionenkredit erhalten und durch einen Raub gleich wieder verloren haben, entbrennt ein Bandenkrieg, bei dem auch neureiche Russen und eine Femme fatale ihre Waffen sprechen lassen.

Ein Mann mit Sonnebrille und nacktem Oberkörper hält in beiden Händen eine Waffe. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Toby Kebbell als Johnny Quid. SRF/Warner Bros. Intl. Television

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Sendeplatz

Dienstagnacht um 00:20 Uhr auf SRF zwei

Londons Immobiliengeschäft boomt, und mit seinen Kumpels Mumbles (Idris Elba) und Handsome Bob (Tom Hardy) will sich der Gangster One Two (Gerard Butler) eine dicke Scheibe davon abschneiden. Für einen Landkauf borgen sie sich sieben Millionen Euro, und zwar beim Grundstückmakler Lenny Cole (Tom Wilkinson), der über Leichen geht. Was One Two nicht weiss: Cole besitzt insgeheim nicht nur das begehrte Landstück, sondern denkt nicht im Traum daran, es ihm zu verkaufen. Vielmehr lässt er seinen Schuldner auch noch hinterrücks ausrauben. Es entbrennt ein irrwitziger Bandenkrieg um das Geld und das Pfand eines wertvollen Gemäldes. In diesen sind auch neureiche Russen, eine durchtriebene Femme fatale (Thandie Newton) und ein durchgeknallter Rock-Star verwickelt.

Guy Ritchie ist der Krösus des modernen britischen Gangsterfilms, und «RocknRolla» ist nach «Lock, Stock and Two Smoking Barrels», «Snatch» und «Revolver» sein Meisterstück. Dem sich mit jeder auftauchenden Figur verkomplizierenden Plot zu folgen, ist zusehends unmöglich. Bald haut jeder den anderen übers Ohr, nur um sich seinerseits in der Bredouille wiederzufinden. Gleichzeitig schlägt Ritchies Geschichte ein dermassen horrendes Tempo an, dass sie nur schon als Schussfahrt durch Londons Unterwelt den Atem raubt.

Auch «RocknRolla» ist zudem mit Unmengen lakonischem Humor, kessen Dialogen und kauzigen Figuren bestückt, die für das Schaffen des britischen Filmemachers bezeichnend sind. Prominent wie eh und je nimmt sich auch die Besetzung aus, bei der sich neben Gerard Butler («Olympus Has Fallen») und dem Charakterdarsteller Tom Wilkinson in einer grossartigen Schurkenrolle etliche bekannte Gesichter die Ehre geben, so auch Tom Hardy, der in «The Dark Knight Rises» den Bösewicht gab.