Film-Tipp des Tages: Tron: Legacy

Mit aufwendiger Computertechnik gedrehtes Sequel zum 30 Jahre alten Kultfilm mit Jeff Bridges. Neben dieser Hollywood-Grösse in gereifter und im Rechner verjüngter Ausgabe bevölkern die Jungstars Garrett Hedlund und Olivia Wilde mit Michael Sheen die künstliche Welt.

Ein Mann streckt sich nach einem fliegenden Diskus aus. Eine Frau umarmt ihn. Beide stehen auf einem Podest in einer futuristisch anmutenden Welt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Helden der digitalen Welt: Garrett Hedlund als Sam, Olivia Wilde als Quorra. SRF/Disney Enterprises, Inc.

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Sendeplatz

Samstag um 20:00 Uhr auf SRF zwei.

Der Softwaredesigner und Gamerguru Kevin Flynn (Jeff Bridges) ist vor vielen Jahren verschwunden. Er hinterliess seinem Sohn Sam (Garrett Hedlund) eine einträgliche Firma, die den jungen Rebell kaum weniger interessieren könnte. Auf der Suche nach einem Hinweis auf das Schicksal seines Vaters durchstöbert Sam dessen eingemotteten Videospielpalast. Dabei macht er einen Fund, der seine kühnsten Hoffnungen übertrifft.

Portal zu einer virtuellen Welt

Sam gerät nämlich durch ein Portal in jene virtuelle Welt, die Flynn Senior einst erschuf. In der künstlichen, «Raster» genannten Welt muss wie einst sein Vater nun auch Sam in einer virtuellen Arena zum Kampf antreten. Nachdem ein Programm ihn als User aus Fleisch und Blut erkannt hat, wird Sam dem allmächtigen CLU vorgeführt. Im Bestreben, eine perfekte Welt zu schaffen, scheint Kevin Flynn einen Despoten kreiert zu haben. Bei einem Zweikampf auf Leben und Tod mit Lichtrennern wird Sam von der schönen Quorra (Olivia Wilde) gerettet, die weiss, wo sich sein Vater befindet.

Spektakuläre Computereffekte

Mit noch nie gesehenen Computereffekten hatte «Tron» 1981 zwar nicht für Kassenrekorde gesorgt, sich aber zum veritablen Kultfilm gemausert, dessen Ästhetik Massstäbe setzte. Für das Sequel stand 30 Jahre später enorm viel mehr Rechnerleistung zur Verfügung, und so kam das «St. Galler Tagblatt» zum Urteil: «Der Nachfolger ‹Tron: Legacy› lässt den Klassiker alt aussehen.» Genau das Gegenteil bezweckten Computereffekte, die den inzwischen über 50jährigen Jeff Bridges in seine jugendliche Erscheinung von 1981 zurückversetzten.

Junges Schauspieltalent

Keine Auffrischung aus dem Rechner hatte der jugendliche Hauptdarsteller Garrett Hedlund nötig. 2004 grüsste dieser erstmals von der Leinwand; und unlängst lieferte Hedlund in der Kerouac-Verfilmung «On the Road - Unterwegs» eine Probe seines Könnens ab, die seine Karriere so richtig lanciert haben dürfte.

In «Tron: Legacy» leisten ihm Olivia Wilde aus der Fernsehserie «Dr. House», Michael Sheen und James Frain Gesellschaft. Noch bevor 2014 ein weiterer «Tron»-Film in die Kinos kommt, wird Garrett Hedlund in «Inside Llewyn Davis» zu sehen sein, dem neuen Film der Coen-Brüder, der dieser Tage in Cannes seine Weltpremiere gefeiert hat.

Soundtrack von Daft Punk

Liebhabern elektronischer Musik dürfte an «Tron: Legacy» die aussergewöhnliche Filmmusik des Duos «Daft Punk» auffallen, der Synthie-Klänge aus den Achtzigerjahren mit orchestralem Filmsoundtrack verbindet. Die beiden Franzosen bestreiten sogar einen kurzen Auftritt - wie gewohnt maskiert und - wen wundert's - als Musiker.