Film-Tipp des Tages: «Waffenstillstand»

Irak 2004. Zwei deutsche Journalisten, die Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation und ein französischer Arzt fahren gemeinsam ins umkämpfte Falludscha. Gerade hat ein Waffenstillstand zwischen US-Truppen und irakischen Aufständischen begonnen. Doch die Fahrt der vier Zivilisten wird zum Höllentrip.

Zwei Männer, eine Frau und ein verletztes Kind sitzen in einem Bus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Thekla Reuten als Kim (M.) SRF/Beta Film GmbH

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Sendeplatz

Montagnacht 00:40 Uhr auf SRF 1

Irak-Krieg 2004. Der karrieregeile Fernsehjournalist Oliver (Max von Putendorf) ist in Bagdad gelandet und hofft nun auf «die» spektakuläre Story, die es ihm erlaubt, zur Topsendezeit über den Äther zu gehen. Als der junge Deutsche erfährt, dass sich der französische Arzt Alain Laroche (Matthias Habich) mit Kim (Thekla Reuten), der niederländischen Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation, mit Medikamenten in das umkämpfte Falludscha durchschlagen will, wird er hellhörig.

Kim ist der Meinung, das Risiko sei vertretbar, denn sie will erfahren haben, dass zwischen den US-Truppen und den aufständischen Irakis ein inoffizieller eintägiger Waffenstillstand vereinbart wurde. Gleichwohl blitzt sie mit ihrem Ersuchen um eine Passiergenehmigung bei den Behörden ab. Zu gefährlich, meinen diese.

Lebensgefährliche Reise mit ungewissem Ausgang

Hier kommt Oliver ins Spiel, denn als ausländischer Korrespondent darf er sich - auf eigenes Risiko - einigermassen frei im Kriegsgebiet bewegen. Kim will genau diesen Umstand nutzen, belässt den Reporter und seinen Kameramann Ralf (Hannes Jaenicke) aber im Glauben, dass sie über einen Passierschein verfüge. Der erfahrene Ralf zögert, hält er die Aktion doch für zu gefährlich und den ominösen Waffenstillstand für ein Hirngespinst. Doch Oliver, den die Aussicht darauf lockt, als erstes Fernsehreporter direkt aus dem umkämpften Falludscha berichten zu können, stimmt den Zweifler um. Gemeinsam begeben sich die vier auf eine lebensgefährliche Reise mit ungewissem Ausgang.

Der junge deutsche Regisseur Lancelot von Naso hat mit «Waffenstillstand» ein packendes Drama realisiert, in dem vier sehr unterschiedliche Charaktere mit gegensätzlichen Interessen zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammenwachsen. In den Hauptrollen zu sehen sind Matthias Habich und Hannes Jaenicke.