Film-Tipp: «Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod»

Javier wird Zirkusclown wie sein Vater, der den Franco-Faschisten zum Opfer fiel. Seine Liebe zu einer Trapezartistin wird für ihn zur Hölle auf Erden. SRF 1 zeigt die preisgekrönte Groteske exklusiv in Zweikanalton deutsch/spanisch.

Ein Clown richtet zwei Schusswaffen auf eine Zirkusartistin. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Carlos Areces als Javier, Carolina Bang als Natalia, Antonio de la Torre als Sergio SRF/Tornasol Films/Castafiore Films/ La Fabrique 2/Mikado Film SpA

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Sendeplatz

Donnerstagnacht um 00:15 auf SRF 1

Spanien, 1937. Ein republikanischer Kommandant unterbricht eine Zirkusvorstellung, um die Artisten in die Schlacht gegen die anstürmenden Faschisten zu schicken. Der Dumme August (Santiago Segura) tut sich im folgenden Gemetzel besonders blutig hervor. Er wird von den siegreichen Faschisten erst als Zwangsarbeiter ins «Tal der Gefallenen» geschickt und später vom Pferd eines Soldaten zu Tode getrampelt. Seinem Sohn Javier nimmt der Sterbende zuletzt noch das Versprechen ab, ihn blutig zu rächen.

Hinter der Maske des lustigen Clowns

37 Jahre später versucht Javier (Carlos Areces) als trauriger Clown in die Fusstapfen des Vaters zu treten. Zu diesem Zweck heuert er bei einem heruntergekommenen Zirkus an. Bereits am ersten Tag verliebt er sich in die Trapezkünstlerin Natalia (Carolina Bang). Diese ist aber bereits mit seinem Chef Sergio (Antonio de la Torre) verheiratet. Sergio verbirgt seine gewalttätige Natur - so prügelt er seine Frau regelmässig spitalreif - hinter der Maske des lustigen Clowns, der die Kinder zuverlässig zum Lachen bringt. Die anderen Artisten schweigen zu Sergios Ausfällen, doch in Javier bekommt Sergio einen Konkurrenten, der ihm richtig lästig wird.

Gewaltakt auf dem Jahrmarkt

Um seinem Nebenbuhler eine Lektion zu erteilen, wirft Sergio den schwächlichen Javier auf einen Jahrmarkts-Hau-den-Lukas und lässt den Hammer so lange auf ihn niedersausen, bis er halbtot ins Spital gebracht werden muss. Bald darauf rächt sich Javier an Sergio, indem er ihm mit einer Trompete das Gesicht zerfetzt und ihn auf diese Weise grässlich entstellt. Bevor ihn die Polizei ergreifen kann, flieht Javier in einen Wald, wo er nach Wochen ausgerechnet vor die Flinte jenes Franco-Getreuen (Sancho Gracia) getrieben wird, der vor 37 Jahren für den Tod seine Vaters verantwortlich gewesen war.