Wieso sterben wir?

Ein Medizinstudent versucht durch Meditation den Tod zu verstehen. Ein Chirurg schert sich wiederum wenig um das mögliche Ende seiner Patienten und entfernt Nieren für einen Organhändler. «Sulanga Gini Aran» ist ein düsterer Wettbewerbsfilm aus Sri Lanka.

Ein paar Menschen sitzen vor einem Tisch und lassen sich von einem Mann etwas erklären. Im Hintergrund hängt ein Bild der menschlichen Anatomie. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Gott hat uns gleich zwei Nieren geschenkt», meint ein Organhändler in Sri Lanka. Film Council Productions

Ein Mann, gekleidet in einem orangen Umgang, steht in der Natur und blickt auf die Seite. Er ist umgeben von Felsen und Steinen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein buddhistischer Mönch sucht nach Antworten zum Tod. Film Council Productions

Was bedeutet der Tod für die Menschen? Ein Medizinstudent findet die Antwort nicht und sucht sie in der Meditation als buddhistischer Mönch. Ein Organhändler gibt verzweifelten Menschen Geld für ihre Niere.

Und der skrupellose Chirurg, der die Operationen vornimmt, schert sich einen Deut um den möglichen Tod dieser Menschen. Er metzelt und vergewaltigt, bis sein Selbsthass so gross ist, dass er seinen eigenen Tod als einzigen Ausweg erkennt.

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Frisch ab Leinwand

SRF-Filmkritiker Michael Sennhauser schaut sich am Filmfestival Locarno Filme an und schreibt über seine ersten unmittelbaren Eindrücke.

Mehr Filmbesprechungen unter sennhausersfilmblog.ch.

Dieser Film von Regisseur Vimukthi Jayasundara aus Sri Lanka ist eine bösartig funktionale Meditation. So wie der junge Mönch sich einmal beinahe selbst erhängt, um der Todeserfahrung auf die Spur zu kommen, führt der Film sein Publikum manchmal verwirrend, manchmal gnadenlos grausam an eine Schmerzgrenze.

Während der Mönch sich schwer tut damit, dem Tod eine Notwendigkeit zuzusprechen, erkennt ihn der verkommene Chirurg als einzige Möglichkeit, sich selber und sein Tun aus der Welt zu schaffen.