«Guardians of the Galaxy»: Antihelden retten das Universum

Einmal keine strahlenden Superkämpfer: Die «Guardians of the Galaxy» sind das dreckige Dutzend des Weltraums. Null Bock auf Heldentum, es sei denn, die Kasse stimmt. «Iron Man» und Co. sind dagegen langweilige Chorknaben.

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Keine 3 Minuten: «Guardians of the Galaxy»

1:51 min, vom 27.8.2014

Ein Musikfreund, ein sprechender Waschbär, eine grüne Frau, ein Tätowierter und ein sprechender Baum – das sind die skurrilen Anti-Helden in dem Weltraumspektakel «Guardians of the Galaxy». Sie sind nicht klug, nicht gruppentauglich und vor allem auch keine Samariter. Widerwillig widmen sie sich ihrer Aufgabe, das Universum zu retten. Denn ein Superschurke namens Ronan möchte das mit einer mysteriösen Kugel zerstören.

der Schauspieler Chris Patt oben ohne Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Chris Pratt spannt als Starlord nicht nur seine Augen an. Walt Disney CH

Das stärkste Zitat

Peter Quill: «Du kennst mich vielleicht unter dem Namen Starlord.» Schurke: «Wer?» Peter Quill: «Ich bin Starlord, Mann. Der legendäre Outlaw.» Der Schurke zuckt mit den Schultern. Peter Quill alias Starlord ist ein intergalaktischer Dieb von der Erde, der sich im Universum erst noch einen Namen machen muss.

Der Hauptdarsteller

Verkäufer, Stripper und arbeitsloser Penner: Das war Schauspieler und «Starlord»-Darsteller Chris Pratt vor über 14 Jahren. Als er als Kellner in einem Restaurant arbeitete, wurde der heute 35-Jährige entdeckt. Heute ist Pratt ein bekannter Serien-Darsteller: «Everwood», «O.C. California» und seit 2009 «Parks and Recreation».

Fakten, die man wissen sollte

«Guardians of the Galaxy» sind Comic-Helden aus dem Verlagshaus Marvel. Die Superheldentruppe nicht zu kennen, ist keine Schande. Anders als Spiderman, Iron Man oder die Avengers sind die Guardians keine Top-Serie. 1969 tauchten die Wächter der Galaxis das erste Mal in einem Heft auf. Ihre erste eigene Comic-Serie erhielten sie in den 1990ern. Nach 62 Ausgaben war Schluss. 2008 dann das Comeback. Allerdings mit völlig neuen Heldenfiguren. Gleich geblieben ist nur der Name.

die Helden wurden gefangen genommen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Erziehungsmassnahmen für die intergalaktischen Chaoten. v.l.n.r Zoe Saldana, Chris Pratt, Waschbär mit Bradley Cooper... Walt Disney CH

Das Urteil

«Guardians of the Galaxy» ist fast schon eine Persiflage des Superheldengenres: Starlord tanzt ständig zur Musik von Marvin Gaye und den Jackson Five, sein Kumpel Drax, der Zerstörer, ist so dumm, dass es nicht in Worte zu fassen ist, und Groot, der sprechende Baum, ist klug, aber kann nur einen Satz sagen: «Ich bin Groot.» Solche Helden kann man nicht ernst nehmen. Und das ist das Schöne. Die Witze haben mehr Wucht als das Weltraumgeballere.