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«Gulîstan, Land of Roses»
Aus Kultur Extras vom 20.04.2016.
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Film & Serien «Gulîstan, Land of Roses»: Sterben für Gleichberechtigung

In den Camps der kurdischen Guerillabewegung PKK trainieren auch Frauen für ihren Einsatz an der Front. Ein Werk am Dokumentarfilmfestival in Nyon porträtiert diese Kämpferinnen. Sie riskieren ihr Leben für ein freies Kurdistan und für die Gleichberechtigung der Frauen.

«Jede verheiratete Frau ist eine Sklavin. Ich habe noch nie eine verheiratete Frau gesehen, die glücklich ist.» Das sagt eine junge Kämpferin in «Gulîstan, Land of Roses». Mit diesem Dokumentarfilm hat die junge Kurdin Zaynê Akyol ein eindrückliches Werk geschaffen.

Sie ist sehr nah an ihren Protagonistinnen dran. Man sieht die kurdischen Kämpferinnen beim Training, beim Gewehr zerlegen und putzen, bei Drillübungen zusammen mit Männern. Doch sie trainieren nicht nur. Sie zelebrieren auch die Körperpflege, reissen während den Mahlzeiten Witze, tanzen ausgelassen am Gründungstag der PKK.

Kämpferinnen lacht, neben ihr ein Gewehr.
Legende: Junge Kurdinnen kämpfen in der Guerillabewegung der PKK. Lorne Price

Gulîstan ist tot

Der Film ist der kurdischen Freiheitskämpferin Gulîstan gewidmet. Sie ist ein grosses Vorbild der Regisseurin Zaynê Akyol. Sie wuchs in Kanada im Exil auf. Dort lernte sie Gulîstan kennen. «Wir lebten im selben Gebäude und Gulîstan war mein Babysitter. Sie erzählte mir viel über die Kurden und den Kommunismus.», erinnert sich Zaynê Akyol.

Als Gulîstan später zurück in die Türkei ging, schloss sie sich dem bewaffneten Arm der PKK an. 2000 starb sie bei einem Kampf. Zuvor hatte Akyol bereits am Drehbuch zu schreiben begonnen.

Regisseurin Akyol schafft mit «Gulîstan, Land of Roses» einen spannenden Kontrast. Einerseits zeigt sie die kämpferische Motivation dieser jungen Frauen. Diese sind jeden Tag bereit in den Krieg zu ziehen, um für ihre Ideale eines freien Kurdistans und der Gleichberechtigung der Frauen zu sterben. Andererseits zeigt sie auch die sensible und fürsorgliche Seite der Kämpferinnen. Dieser detaillierte Blick der Regisseurin Akyol macht den Dokumentarfilm so stark.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Can Yilmaz , Zürich
    in dieser doku / berichterstattung wird die pkk harmlos und frauenfreundlich dargestellt. das ist skandalös und blendet viele tatsachen aus. die pkk terrorisiert die region seit jahren genauso wie die is.
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    1. Antwort von Florian Müller , Zürich
      Ihren Kommentar kann ich nicht nachvollziehen, denn die doku / berichterstattung betrifft nicht die PKK sondern einen kanadischen Film. Ob dieser die PKK harmlos und frauenfreundlich darstellt weiss ich nicht und das wäre eher ein Problem der PKK. Sie sprechen aber die jahrelange Terrorisierung der Region durch die PKK an. Welche Region? Die irakischen Kurden waren Saddam Hussein ein Dorn im Auge, die syrischen Kurden dem Vater von Assad. Die türkischen Kurden werden von der Türkei bekämpft.
    2. Antwort von S.Petrovic , Luzern
      Nach meiner Meinung Erdogan mit seine Soldateska terrorisiert ganze Region. Er hat Krieg gegen Kurden gestartet, es ist bekannt das verletzte IS Terroristen in Turkey behandelt werden, Öl Geschäft mit IS Terroristen ist auch bekannt. Mein respect für diese Frauen die gegen IS kämpfen.
  • Kommentar von Lars , Bremen
    Wir sollten die Kurden nicht mehr durch die Brille der nationalistischen/islamistischen Türkei betrachten. Jeder vernünftige Mensch sollte begreifen das Widerstand gegen Erdogan kein Terrorismus ist.
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  • Kommentar von Joe Hunkeler , Dietikon
    man sollte keinerlei gewaltätigen Gruppierungen verherrlichen, auch wenn man angesichts des ISIS versucht dazu wird.
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