Zum Inhalt springen

Header

Video
Filmschatz «Cabaret»
Aus Kultur Extras vom 10.03.2021.
abspielen
Inhalt

Liza Minnelli wird 75 Ihre Fehler würde Liza Minelli alle nochmal machen

Erwartungen, Awards, Skandale – das bewegte Leben der Musical-Ikone Liza Minelli, die am 12. März ihren 75. Geburtstag feiert.

«Hollywoods tragische Tochter» wurde Liza Minnelli mehrmals genannt. Weil von der Tochter von Schauspiel-Legende Judy Garland und Star-Regisseur Vincente Minnelli eine Film-Karriere erwartet wurde.

Die Eltern gehörten in den 1940er- und 1950er-Jahren zu den ganz Grossen Hollywoods. Der Druck für das einzige gemeinsame Kind war enorm, dem Anspruch kaum gerecht zu werden.

Legende: Liza Minnelli mit ihren Eltern – und Hund. Getty Images/Bettmann

Die Medien beschäftigten sich vor allem mit Liza Minnellis Alkohol- und Drogensucht sowie ihren Scheidungen.

Dabei hat Minnelli beruflich viel erreicht. Auch wenn sie nicht direkt in die Fussstapfen ihrer berühmten Eltern trat.

Erste Film-Rolle mit nicht mal 3 Jahren

Zum ersten Mal auf der Leinwand zu sehen war sie 1949 in «In the Good Old Summertime».

Legende: Mit Mutter Judy Garland am Set ihres ersten Films «In the Good Old Summertime». Imago/Everett Collection

Viel schauspielerisches Talent brauchte sie da allerdings nicht: Sie hatte nur einen kurzen Auftritt an der Seite ihrer Mutter.

Die jüngste Tony-Award-Gewinnerin

Als Erwachsene setzte sie vor allem auf die Musik. Sie trat in Clubs, Casinos, Hotels oder auf Musical-Bühnen auf.

Mit 19 Jahren gewann sie als bis dahin jüngste Musical-Darstellerin einen Tony-Award, den wichtigsten Preis für Theater und Musicals. Als Sängerin und Entertainerin füllte sie ganze Hallen.

Legende: Liza Minnelli (2.v.r.) mit ihrem Tony-Award. Getty Images/Bettmann

Und auch in ihren zwei grossen Film-Erfolgen spielte sie Sängerinnen: 1972 in «Cabaret», für den einen Oscar als beste Schauspielerin erhielt. Und 1977 in «New York, New York».

In einem exklusiven Club

Jemals vom EGOT-Club gehört? Zu diesem exklusiven Zirkel gehören nur 21 Menschen – darunter Liza Minnelli. Sie haben alle wichtigen Entertainment-Preise abgeräumt: einen Emmy, einen Grammy, einen Oscar und einen Tony-Award.

Legende: Für ihre Rolle im Musical-Film «Cabaret» gewann sie einen Oscar. Imago/Cinema Publishers Collection

Minnelli gehört seit 1990 dazu, obwohl sie genau genommen kein vollständiges Mitglied ist. Denn den Grammy gewann sie nicht in einer regulären Wettbewerbs-Kategorie. Sie wurde mit dem «Grammy Legend Award» ausgezeichnet.

Liza Minelli kämpft sich zurück – immer wieder

Jahrelange Alkohol- und Drogensucht, Hüft-, Knie- und Stimmband-Operationen, im Jahr 2000 eine schwere Gehirnentzündung. Das alles überstand Liza Minnelli. Sie wurde oft abgeschrieben – und kämpfte sich jedes Mal zurück.

Nicht nur mit eigenen Shows. So hatte sie 2010 beispielsweise einen Kurzauftritt im Film «Sex and the City 2», oder übernahm 2006 einen Gesangs-Part im Song «Mama» der Rockband «My Chemical Romance».

In den 2010er-Jahren reduzierte Liza Minnelli ihr Pensum. Doch bis heute tritt die 75-Jährige ab und zu auf die Bühne. Und schaut in diesen Best-Of-Shows vor allem auf ihre bewegte Karriere zurück. Sie sagt: «Ich würde alle meine Fehler wieder machen.»

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Christine Gross  (Tina)
    An meinem 20. Geburtstag sah ich 1975 den Film Cabaret, der mich bis heute nicht loslässt. Auf die Frage nach den 3. besten Filmen würde ich antworten: Cabaret, Cabaret, Cabaret. Unvergleichlich Liza Minelli in ihrer Rolle, unermessliche Tragik in der Szene mit dem alten Mann, der während des Liedes des Hitlerjungen als einziger nicht aufsteht: nach dem 1. Weltkrieg sieht er nun den 2. vor sich … und im Nachgang das teuflische Lachen des Conférenciers. Einfach GRANDIOS, einfach grandios traurig!
  • Kommentar von Christian Weber  (CWeb)
    Ihre Rolle als "Lucille Two" in Arrested Development hätte man durchaus erwähnen können. Das war noch etwas mehr als ein Kurzauftritt.